Wozenitz
Wozenitz (auch Wozenze, Wotzense und Wozeniz) ist der Name eines alten ausgestorbenen mecklenburgischen Adelsgeschlechts.
Geschichte
Das Geschlecht erscheint erstmals um 1330 mit dem Knappen Heino von Wozenitz zu Teschow und dessen Bruder, dem Ritter Hartwig von Wozenitz; daneben tritt noch deren Vetter Konrad von Wozenitz in Erscheinung. Die Söhne des Ritters Hartwig von Wozenitz[1] waren die Knappen Klaus, Konrad und der zu Lanken begüterte Heino von Wozenitz.
Zum Ende des 14. Jahrhunderts werden der Knappe Henning von Wozenitz zu Lanken, Otto von Wozenitz und Ritter Heinrich von Wozenitz erwähnt; der letztere wurde 1379 Vasall des Fürsten Lorenz von Werle und unter anderem von diesem mit dem Gut Vogelsang in der heutigen Gemeinde Lalendorf bei Rostock belehnt.
1421 findet Klaus von Wozenitz zu Remplin Erwähnung.[2] Kurd von Wotzense wiederum war 1425 in der Vogtei Neu-Kalen angesessen.
Hauptgut der Familie von Wozenitz wurde das Gut Teschow. Hier verschrieb sich Otto von Wozenitz mit weiteren Bürgen auf eine Schuld von 50 rhein. Gulden.[3]
Wappen
Nach einem Siegel des Klaus von Wozenitz aus dem Jahr 1366 führte das Wappenschild der Familie von Wozenitz zwei gewellte Querbalken; der Knappe Heinrich von Wozenitz siegelte im Jahr 1356 eine Urkunde mit drei wellenweise gezogenen Querbalken. Eine weitere Variante führte zwei gezackte Querbinden oder Querreihen von Eisenhütlein im Schild; hier gilt die Stammesverwandtschaft mit den vorgenannten Wappenträgern derer von Wozenitz aber als nicht gesichert.
Trivia
- Im Fußboden der Teterower Kirche hinter dem Altar ist die Grabplatte des Otto von Wozenitz aus dem Ende des 16. Jahrhunderts eingelassen.
- 1525 gehörte Jürgen von Wozenitz zu den 280 Unterzeichnern der Union der Landstände in Mecklenburg.
- In der Dorfkirche Dorfkirche Alt Karin befand oder befindet sich eine bemalte Scheibe aus dem 16. Jahrhundert, die eine der Wappenvarianten der Familie von Wozenitz zeigt(e).[4]
Gutsbesitz (Auszug)
Literatur und Quellen
- Wozenitz I, Wozenitz II, Wozenitz III, In: G. A. von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. (Neuauflage), VI. Band, 10. Abteilung: Wappenbuch des abgestorbenen Adels in den Großherzogthümern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz / Abgestorbener Mecklenburgischer Adel. Bauer & Raspe-Emil Küster, Nürnberg 1902, S. 119. Digitalisat
Quellen (Auswahl)
- Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB). Band I - XX, A, Schwerin 1836–1936.
- MUB. XI. Band: Orts- und Personen-Register Stand 1878, Comm. Stiller, Schwerin 1878, S. 685. Digitalisat
- MUB 1936. Band XXV-A, Schwerin 1936, S. 377.
Einzelnachweise
- ↑ 1376. April 20. Güstrow 10871, In: Mecklenburgisches Urkundenbuch. XIX. Band. 1376–1380, Hrsg. Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Komm. K. F. Köhler-Leipzig, Bärensprung, Schwerin 1899, S. 65. Digitalisat
- ↑ G. C. F. Lisch (Hrsg.): Geschichte und Urkunden des Geschlechts Hahn. Band 2, Comm. Stiller, Rostock/Schwerin 1849, S. 64. Digitalisat
- ↑ Georg Christian Friedrich Lisch: Urkunden und Forschungen zur Geschichte des Geschlechts Behr. Band IV-B, Bärensprung, Schwerin 1864/1868, S. 162. Nr. 585. Digitalisat
- ↑ Crull: 603. v. Wozenitz. In: Die Wappen der bis 1360 in den heutigen Grenzen Meklenburgs vorkommenden Geschlechter der Mannschaft. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (1887), S. 164/165. Digitalisat