Wolrad von Stiernberg
Wolrad Stirn, seit 1749 Wolrad Freiherr von Stiernberg (* 16. September 1695 in Kassel; † 8. Juli 1763 auf Schloss Windhausen) war Kabinetts-Sekretär des schwedischen Königs und Geheimer Kammerrat des hessischen Landgrafen.
Leben
Wolrad Stirn gilt als der Stammvater der heute noch lebenden Namensträger[1] und war von 1736 an als Kabinetts-Sekretär vertrauter Ratgeber des Königs Friedrich I. von Schweden[2]. 1749 kam er mit seinem Dienstherrn nach Hessen, wo der König seit 1730 als Friedrich I. auch Landgraf von Hessen-Kassel war. Als Anerkennung für seine Dienste in Schweden wurde Stirn in den Adelsstand erhoben und nannte sich von Stiernberg. In seiner Heimat wurde er 1760 Geheimer Kammerrat unter dem Landgrafen Friedrich II., der nach dem Tod seines Vaters Wilhelm VIII. die Regentschaft übernommen hatte. In der Funktion des Kammerrats gehörte er der Hofkammer an und war verantwortlich für alle finanzwirtschaftlichen Angelegenheiten.
Er war Herr auf Gut Windhausen, das er 1763 an den Minister Martin Ernst von Schlieffen verkaufte.
Familie
Stiernberg war seit dem 18. Oktober 1731 mit Margarete Christine Schwiedering bzw. Schwiedring (1713–1762) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Christiane Amalie (1735–1813, ∞ 1758 Geheimrat Carl Philipp Kopp), Friedrich Wilhelm (1738–1822, Oberst), Ulrich Friedrich (1740–1796, ∞ Gräfin von Dönhoff), Hedwig Louise (1742–1813, ∞ 1770 Oberforstmeister Karl Wilhelm Heinrich von Hanstein), Ulrike Eleonore (1744–1833, ∞ 1785 Dominique des Claires), Wilhelmine Charlotte (1746–1813, ∞ 1777 Landjägermeister Georg Christian Ernst Ferdinand Friedrich von Hanstein), Caroline Marie (* 1749, ∞ General Gottlieb Christoph Gustav von Lepel) und Friedrich Karl (1750–1814, als Fähnrich vom österreichischen Kaiser Joseph II. am 13. Januar 1769 als Stiern von Stiernberg in den Reichsadelstand erhoben) hervorgegangen.
Auszeichnungen
- Geheimer Kammerrat
Weblinks
Stirn, Wolrad, in: Hessische Biografie (online, aufgerufen am 30. November 2025)
Einzelnachweise
- ↑ GenWiki, Stiernberg (Familienname) Digitalisat
- ↑ Theodor Hartwig: Der Uebertritt des Erbprinzen Friedrich von Hessen-Cassel zum Katholicismus. Ein Beitrag zur Geschichte der katholischen Propaganda aus der Zeit das siebenjährigen Krieges. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).