Wollmannsberg (Gemeinde Leitzersdorf)

Wollmannsberg (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Wollmannsberg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Korneuburg (KO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Korneuburg
Pol. Gemeinde Leitzersdorf
Koordinaten 48° 25′ 49″ N, 16° 15′ 59″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 146 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,44 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 2003 Wollmannsberg
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04100
Katastralgemeindenummer 11147
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
146

BW

Wollmannsberg ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Leitzersdorf m Bezirk Korneuburg im niederösterreichischen Weinviertel. Die Ortschaft zählt 146 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1969 war Wollmannsberg eine eigenständige Gemeinde.[2]

Geografie

Das nordöstlich von Leitzersdorf liegende Dorf befindet sich an einem Ausläufer des Waschbergs westlich des Rohrwalds und ist von der Landesstraße L26 über die L1125 erreichbar, die durch den Ort führt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 91 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 52 Häusern genannt, das nach Leitzersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Kreutzenstein besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten der Herrschaft Streitdorf.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Wollmannsberg zwei Gastwirte, ein Schmied, ein Schuster, drei Viktualienhändler und einige Landwirte ansässig.[5]

Mit 1. Jänner 1970 wurde im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständige Gemeinde Wollmannsberg nach Leitzersdorf eingemeindet.[2]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 255 (WollmannsbergInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 40, Sektion Göllersdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,8 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 157.
Commons: Wollmannsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 31. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 28. November 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 047/1970)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 424 (Wollmannsberg in der Google-Buchsuche).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 518