Wolfram Schneider

Wolfram Schneider (* 3. November 1942 in Meerane; † 21. Februar 2022[1]) war ein deutscher Metallgestalter.

Leben und Werk

Schneider absolvierte von 1959 bis 1962 eine Lehre als Feinmechaniker und arbeitete bis 1974 in seinem Beruf. Von 1974 bis 1979 war er im Kreiskabinett für Kulturarbeit Glauchau tätig. Von 1975 bis 1977 nahm er an einem Weiterbildungslehrgang für Kunsthandwerker an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein in Halle/Saale teil. Ab 1980 arbeitete er als freischaffender Metallgestalter in Kuhschnappel, wo er in der Ernst-Schneller-Straße 89 a wohnte. Er benutzte vor allem COR-TEN-Stahl.

Schneider war ab 1979 Kandidat und von 1982 bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Teilnahme an Symposien u. ä. für Metallgestalter

  • 1980: Arbeitswochen für Metallgestalter bei der Künstlerischen Produktionsgenossenschaft Neu Form (KPG), Seidewinkel
  • 1981, 1983 und 1987: Stahlgestalter-Symposien im VEB Chemieanlagenbau Staßfurt
  • 1990: 3. Ostfriesisches Bildhauer-Symposion der Stahlbildhauer in Wittmund (mit Klaus Duschat, David Lee Thompson, Cornelia Weihe und Leonard Wübbena)

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Schneiders (unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

  • 1980: Gruppe von drei Gefäßen (Edelstahl, montiert, geschliffen; Höhen: 102, 68 und 27 cm)[5]
  • 1983: Torsion (Edelstahl, montiert und geschliffen)[6]
  • vor 1986: Verbundenheit (Stahlplastik, Magdeburg-Olvenstedt, vor dem vormaligen Hotel Magdeburger Hof)[7]
  • 1989/90: Turn Pike – Großer Bogen, Sammlung Ludwig in Aachen

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1979: Meerane, Kleine Galerie
  • 1980: Dresden, Kunstausstellung Kühl („Metallgestaltung“; mit Werner Wittig)[8]
  • 1983: Karl-Marx-Stadt, Galerie Oben (mit Gerald Sippel)
  • 1993: Chemnitz, Galerie Oben; Berlin, Galerie Gunar Barthel; und Düsseldorf, Galerie Vömel („Stahlskulptur“)
  • 1999/2000: Düsseldorf, Galerie Vömel („Stahl, Skulpturen, Grafik“)
  • 2000: Chemnitz, Kunstsammlungen Chemnitz (”Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafik“)
  • 2018: Chemnitz, Galerie Weise ("ÜBERQUERUNG / Stahlskulpturen & Drucke")[9]

Ausstellungsbeteiligungen

  • 1981: Karl-Marx-Stadt („Plastik im Freien“)
  • 1981/1982 und 1986/1987: Halle, Staatliche Galerie Moritzburg (1. und 2. Zentrale Ausstellung „Metallgestaltung in der DDR“)
  • 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR
  • 1985: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellung
  • 1994: Düsseldorf, Kunstpalast Düsseldorf („Metaller. Stahlplastiker aus Ostdeutschland“)
  • 1989: Berlin, Kongresshalle („Metallkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik“)

Literatur

  • Stahlskulptur. 3. Ostfriesisches Bildhauer-Symposion, Stadt Wittmund (1990)
  • Ingrid Mössinger et al.: Wolfram Schneider: Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafik, Städtische Kunstsammlungen, Chemnitz (2000)
  • Schneider, Wolfram. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 844

Einzelnachweise

  1. Wolfram Schneider gestorben, in: Freie Presse, Ausgabe vom 22. Februar 2022, Seite A1 (Kultur & Service).
  2. Digitale Sammlung der Kunstsammlungen Chemnitz. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
  3. SKD | Online Collection. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
  4. GRASSI Museum für Angewandte Kunst | Sammlung. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
  5. Abbildung im Katalog der 1. Zentralen Ausstellung „Metallgestaltung in der DDR“, S. 12
  6. Bildende Kunst, Berlin, 1/1986, S. 25 (Abbildung)
  7. Bildende Kunst, Berlin, 5/1986, S. 206 (Abbildung)
  8. Blick auf die Dinge des Alltags. Werner Wittig und Wolfram Schneider in der Kunstausstellung Kühl. In: Sächsische Neueste Nachrichten, Dresden, 3.11.1980
  9. Überquerung Wolfram Schneider Flyer.pdf