Wolfgang Schäfter

Wolfgang Schäfter (* 5. Mai 1930 in Dessau; † 29. August 2025) war ein deutscher Schmuck- und Metallgestalter.

Leben und Werk

Der Vater Schäfters war der Leipziger Schmuckgestalter Alfred Schäfter. Schäfter absolvierte von 1946 bis 1949 eine Lehre als Goldschmied und arbeitete in seinem Beruf. 1957 erwarb er den Meistertitel und ab 1958 arbeitete er in Leipzig als selbständiger Kunsthandwerker in seiner eigenen Werkstatt. Er „fertigte teils traditionelle Schmuckstücke aus Gold, experimentierte aber auch mit Acryl. Die Eigenschaften dieses Materials studierte er intensiv und setzte sie in überzeugende Entwürfe um.“[1] Er erhielt in der DDR auch Aufträge im Zusammenhang mit der Innenausstattung wichtiger öffentlicher Bauten. So gestaltete er um 1963 für den Neubau des Interhotels Deutschland in Leipzig in Aluminium und Kupfer die Eingangstür zur Tanzbar.[2]

Schäfter war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und gehörte dessen Sektionsleitung Kunsthandwerk/Formgestaltung des Bezirks Leipzig an. In der Zeit der DDR hatte er Ausstellungen im Inland und in der CSSR, Polen und Bulgarien.

Seit den 1990er Jahren designte er mit seiner Ehefrau, der Schmuckgestalterin Erika Schäfter (* 1941), Sportpreise.

Weitere Werkbeispiele

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1982: Leipzig
  • 2024/2025: Leipzig, Grassi Museum („3 x Schäfter. Schmuck und Metallkunst einer Leipziger Familie“)[1]

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

  • 1962/1963 und 1982/1983: Dresden, Fünfte Deutsche Kunstausstellung und IX. Kunstausstellung der DDR
  • Von 1962 bis 1985: Leipzig, sechs Bezirkskunstausstellung

Literatur

  • Fritz Kämpfer, Klaus G. Beyer: Kunsthandwerk im Wandel. Aus dem Schaffen dreier Jahrzehnte in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1984
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 817

Einzelnachweise

  1. a b 3 x Schäfter. Schmuck und Metall einer Leipziger Familie. Abgerufen am 15. Januar 2026.
  2. Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 19/1965, S. 531
  3. GRASSI Museum für Angewandte Kunst | Sammlung. Abgerufen am 15. Januar 2026.
  4. GRASSI Museum für Angewandte Kunst | Sammlung. Abgerufen am 15. Januar 2026.