Wolfgang Röll

Wolfgang Röll (* 1948) ist ein deutscher Historiker und Autor.

Leben

Röll studierte von 1966 bis 1970 Geschichte und Germanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, anschließend war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Geschichte des Historischen Instituts tätig. Seit 1983 wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1999 Leiter des Bereiches Museologie/Historische Sammlung der Gedenkstätte Buchenwald[1] sowie Autor bzw. Mitautor von Ausstellungen und Veröffentlichungen zur Geschichte des KZ Buchenwald und des sowjetischen Speziallager Nr. 2. Röll war seit 1985 als Mitglied in der Geschichtskommission der Erfurter Bezirksleitung der SED zuständig für den Forschungsbereich „Homosexuelle“.[2] Er war bis zu seinem Ruhestand 2011 Leiter der museologischen Sammlung der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald.[3] Sein Nachfolger ist Holm Kirsten.

Werke (Auswahl)

  • Homosexuelle Häftlinge im Konzentrationslager Buchenwald. Gedenkstätte Buchenwald, Weimar 1993.
  • Sozialdemokraten im Konzentrationslager Buchenwald. 1937–1945. Hrsg. von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Wallstein Verlag, Göttingen 2000.[4] ISBN 978-3-89244417-6
Herausgeberschaft
  • zusammen mit Rosmarie Hofmann: Bibliographie zur Geschichte des faschistischen Konzentrationslagers und der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald Auf der Basis der Arbeit eines Studentenkollektivs der Fachschule für Wissenschaftliches Bibliothekswesen Leipzig unter Leitung von Torsten Seela. [Hrsg. von der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald], Weimar 1985 und 1986.
  • Die Erforschung des antifaschistischen Widerstandskampfes im Konzentrationslager Buchenwald und die Verbreitung seiner Lehren in der DDR. Ergebnisse, Erfahrungen, Perspektiven. Materialien eines wiss. Kolloquiums der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald und der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora vom 9./10. Oktober 1984. Hrsg. von der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald, Weimar 1984.
  • zusammen mit Harry Stein: Konzentrationslager Buchenwald, Post Weimar/Thür. Fotografiert von Jürgen M. Pietsch in den Jahren 1998 und 1999. Katalog zu der Ausstellung aus der Deutschen Demokratischen Republik im Martin-Gropius-Bau Berlin (West) April–Juni 1990. Herausgegeben von der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald, Weimar 1990. ISBN 978-3-00004128-0
  • zusammen mit Klaus Drobisch und Sabine Stein: Antifaschistische Lehrer im KZ Buchenwald. Biographische Skizzen. Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald, Weimar 1988. (Buchenwaldheft. 32.)
  • zusammen mit Bodo Ritscher, Rikola-Gunnar Lüttgenau u. a.: Das sowjetische Speziallager Nr. 2 1945 bis 1950. Katalog zur ständigen historischen Ausstellung. Hrsg. im Auftrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. 3. überarb. Aufl. Wallstein Verlag, Göttingen 2000. ISBN 978-3-8353-3637-7

Einzelnachweise

  1. Biografie in Renate Knippe-Tesche, Peter Reuf-Spirek (Hrsg.): Hermann Louis Brill 1895 - 1959, Thrun-Verlag, Wiesbaden, S. 201
  2. Forscherstreit um KZ Buchenwald, aus Der Spiegel 39/1994 vom 25. September 1994
  3. Presseinformation von Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora vom 22.11.2011
  4. Rezension von Bärbel Schindler-Saefkow, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück auf hsozkult.de