Wolfgang Matz (Fußballspieler)

Wolfgang Matz
Personalia
Geburtstag 15. April 1944
Geburtsort Salzgitter-BadDeutschland[1]
Sterbedatum 22. November 1995
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
0000–1965 SV Union Salzgitter
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1965–1967 Eintracht Braunschweig 16 (0)
1967–1968 Fortuna Düsseldorf 13 (2)
1968–1976 VfL Wolfsburg 265 (8)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Wolfgang Matz (* 15. April 1944 in Salzgitter-Bad; † 22. November 1995) war ein deutscher Fußballspieler. Der Defensivspieler hat in der Fußball-Bundesliga von 1965 bis 1967 bei Eintracht Braunschweig 16 Ligaspiele absolviert und wurde 1967 mit der Eintracht Deutscher Meister.

Laufbahn

Amateur und Bundesliga, bis 1967

Vom SV Union Salzgitter kommend,[2][3] begann Matz seine Profikarriere zur Saison 1965/66 bei Bundesligist Eintracht Braunschweig. Mit Salzgitter hatte Matz in der Saison 1964/65 in der Landesliga Niedersachsen den 4. Platz belegt. Er wurde auch in die Verbandsauswahl von Niedersachsen berufen, in deren Reihen er im Länderpokal am 1. November 1964 gegen die Auswahl vom Mittelrhein an der Seite von Mitspielern wie Hannes Baldauf und Siegfried Bronnert mit 1:2 verlor. Zum Eintracht-Spielerkader waren auch noch die weiteren Spieler Werner Rinaß, Wolfgang Simon und Wolf-Rüdiger Krause gekommen. Unter Trainer Helmuth Johannsen debütierte der Mann aus Salzgitter am 4. September 1965 beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg in der 1. Bundesliga. Der in der Defensive neben Torhüter Horst Wolter und den Feldspielern Wolfgang Brase, Klaus Meyer, Walter Schmidt und Peter Kaack eingesetzte Spieler holte mit seiner Mannschaft mit einem 1:1 einen Punkt aus Nürnberg. Am Ende der Saison belegte die Eintracht den zehnten Platz in der Tabelle; Matz hatte noch zehn weitere Einsätze bestritten. In der folgenden Saison kam der Abwehrspieler für Braunschweig nur zu fünf Einsätzen, konnte mit dem Verein jedoch den Gewinn der deutschen Meisterschaft feiern. Matz bestritt in der Meisterschaftsrunde die fünf Spiele gegen TSV 1860 München (1:2), Hamburger SV (0:1), Karlsruher SC (4:1), MSV Duisburg (0:0) und am 33. Spieltag, den 27. Mai 1967, bei dem vorentscheidenden 0:0 bei Rot-Weiss Essen, wo die Eintracht ohne Lothar Ulsaß und Erich Maas antreten mussten. Das Stammpersonal in der Defensive stellten die Mitspieler Horst Wolter (Torhüter) und die Feldspieler Peter Kaack, Jürgen Moll, Joachim Bäse, Klaus Meyer und Walter Schmidt dar, gegen welche Matz die Rolle des Ergänzungsspielers innehatte.

Regionalliga und 2. Bundesliga, 1967 bis 1975

Im Sommer 1967 wechselte Matz zur aus der Bundesliga in die Regionalliga-West abgestiegenen Fortuna Düsseldorf; er erzielte zwei Tore in 13 Spielen[4] und belegte mit der Mannschaft den sechsten Platz in der Tabelle. Dies war im Zusammenhang mit den weiteren Neuzugängen Wolfgang Fahrian, Alfred Brecht, Klaus Iwanzik, Gerd Klier, Werner Kriegler und Jürgen Papies ein enttäuschendes Rundenergebnis der Fortuna. Die Folge war der Trainerwechsel im Dezember 1967 von Ernst Melchior hin zu Bernd Oles. Im darauffolgenden Jahr vollzog Matz den Wechsel zum in der Regionalliga Nord spielenden VfL Wolfsburg.

Matz gehörte in Wolfsburg unter Trainer Imre Farkasinski sofort der Stammbesetzung des VfL an und belegte mit den „Wölfen“ in seiner ersten Saison 1968/69 den 7. Rang, wobei er 31 Ligaspiele absolvierte (1 Tor). Er debütierte in der Regionalliga Nord am Rundenstarttag, den 18. August 1968, bei einem 3:0-Auswärtserfolg gegen den Itzehoer SV. In seiner zweiten Runde in Wolfsburg belegte er mit seiner Mannschaft den 2. Rang und zog damit in die Bundesligaaufstiegsrunde ein. Der athletische Spieler absolvierte alle 32 Ligaspiele (2 Tore) und lief auch in allen acht Aufstiegsspielen für den VfL gegen die Konkurrenten Offenbacher Kickers, FK Pirmasens, VfL Bochum und Hertha Zehlendorf auf. Mit 6:10 Punkten reichte es aber lediglich zum 4. Gruppenplatz. Mitspieler von Matz waren Dieter Grünsch (Torhüter), Ingo Eismann, Dieter Thun, Werner Wischniowsky, Waldemar Gust, Wolfgang Simon, Wolf-Rüdiger Krause, Karl-Heinz Borutta, Wilfried Kemmer und Manfred Wichmann.

In den letzten drei Runden der alten zweitklassigen Regionalliga Nord von 1971/72 bis 1973/74 gehörte Matz mit dem VfL nochmals mit den erreichten Plätzen 3 (1972 und 1973) und 4 (1974) der Spitzengruppe in der Nordliga an. Der Dauerbrenner absolvierte in diesen drei Runden 102 Ligaspiele (1 Tor). Mit 34 Spielen und zwei Toren verabschiedete er sich 1974/75 aus der 2. Fußball-Bundesliga. Am Ende der Saison stieg der Verein als 19. und damit Vorletzter aus der zweiten Liga ab. Mitspieler waren noch immer die Kollegen aus der vormaligen Regionalliga Nord wie Eismann, Kemmer, Borutta, Rotermund, Wallek und der 19-fache Torschütze Krause gewesen. Trainer Farkasinski wurde im Januar 1975 durch Fritz Schollmeyer ersetzt und im Mai 1975 war auch noch Paul Kietzmann als Trainer beim VfL tätig.

Beruflich war Wolfgang Matz als Zeitverrechner im VW-Werk Wolfsburg tätig gewesen.[5]

Matz starb am 22. November 1995 an der Amythrophen Lateralsklerose (ALS).

Literatur

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 330.
  • Horst Bläsig, Alex Leppert: Ein roter Löwe auf der Brust. Die Geschichte von Eintracht Braunschweig. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2010. ISBN 978-3-89533-675-1.
  • Jochen Döring: Der Weg zur Spitze. 80 Jahre Eintracht Braunschweig. Dasbach-Verlag. Breckenheim.
  • Ulrich Merk, Andre Schulin: Bundesliga Chronik 1966/67. Agon Sportverlag. Kassel 2005. ISBN 3-89784-086-3.

Einzelnachweise

  1. Heinz Graßhof et al.: Eintracht Braunschweig. Porträt einer Bundesliga-Mannschaft. Graff und Grenzland, Braunschweig 1967, S. 31.
  2. Wolfgang Matz. In: arcor.de. Archiviert vom Original am 4. April 2016; abgerufen am 8. März 2012 (deutsch).
  3. Hamburger Abendblatt vom 11. und 14. Juni 1965
  4. Spielerarchiv von Fortuna Düsseldorf
  5. Jochen Döring: Der Weg zur Spitze. 80 Jahre Eintracht Braunschweig. Dasbach-Verlag. Breckenheim. S. 90