Wolfgang Ebel-Zepezauer
Wolfgang Ebel-Zepezauer (* 1962 als Wolfgang Ebel) ist ein deutscher Prähistoriker.
Leben
Ebel-Zepezauer studierte von 1982 bis 1989 Ur- und Frühgeschichte, klassische Philologie, Geschichte und Klassische Archäologie an der Philipps-Universität Marburg. Dort wurde er im Jahr 1988 mit einer Dissertation zum Thema Die römischen Grabhügel des ersten Jahrhunderts im Treverergebiet promoviert. Im gleichen Jahr arbeitete er am Forschungsprojekt Alteburg mit. Von 1989 bis 1995 war Ebel-Zepezauer wissenschaftlicher Assistent an der Ruhr-Universität Bochum, wo 1996 seine Habilitation 1996 mit Studien zur Archäologie der Westgoten vom 5.–7. Jahrhundert erfolgte. Ebenfalls 1996 war er beruflich für die Bodendenkmalpflege in Detmold tätig; in den Folgejahren wirkte er an Ausgrabungen in Beckinghausen (1997) und Oberaden (1998–1999) mit. Von 2000 bis 2003 leitete er das Forschungsprojekt Kreskenhof. Seit Oktober 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum, wo er zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde und zeitweise eine Lehrstuhlvertretung übernahm. Die Altertumskommission für Westfalen leitete er von 2005 bis 2014 als Vorstand.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind die römische Kaiserzeit und die Archäologie des Frühmittelalters.
Schriften
- Die römischen Grabhügel des ersten Jahrhunderts im Treverergebiet (= Marburger Studien zur Vor- und Frühgeschichte. Band 12). Hitzeroth, Marburg 1989, ISBN 3-89398-018-0 (zugleich Dissertation, Marburg 1988).
- Studien zur Archäologie der Westgoten vom 5.–7. Jh. n. Chr. (= Iberia archaeologica. Band 2). Philipp von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2469-3 (zugleich Habilitationsschrift, Bochum 1997).
- Holsterhausen, Stadt Dorsten, Kreis Recklinghausen (= Römerlager in Westfalen. Band 2). Altertumskommission für Westfalen, Münster 2008, OCLC 297111240.
- mit Christoph Grünewald, Johann-Sebastian Kühlborn, Bettina Tremmel und Peter Ilisch: Augusteische Marschlager und Siedlungen des 1. bis 9. Jahrhunderts in Dorsten-Holsterhausen. Die Ausgrabungen 1999 bis 2002 (= Bodenaltertümer Westfalens. Band 47). Philipp von Zabern, Mainz 2009, ISBN 978-3-8053-3952-0, DOI:10.11588/propylaeum.1237 (Open Access).
- als Herausgeber mit Jürgen Pape und Bernhard Sicherl: Paderborn „Saatental“ – Besiedlung der Eisenzeit und römischen Kaiserzeit (= Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie. Band 281). Verlag Dr. Rudolf Habelt, Bonn 2016, ISBN 3-7749-4010-X.