Wolfgang Dölle
Wolfgang Dölle (* 19. November 1923 in Berlin; † 3. August 2008) war ein deutscher Mediziner. Er war Arzt für Innere Medizin und Hochschullehrer.
Leben
Wolfgang Dölle, Sohn von Else Dölle, geborener Vorwald, und des Juristen und Hamburger Lehrstuhlinhabers Hans Dölle, studierte Medizin an der Philipps-Universität Marburg. 1949 wurde er Mitglied des Corps Suevia-Straßburg, das am 10. Februar 1949 den aktiven Betrieb in Marburg aufgenommen hatte.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Eberhard Karls Universität Tübingen, die ihn 1950 zum Dr. med. promovierte.[2] Die Ausbildung in Innerer Medizin durchlief er bei Gustav Adolf Martini im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Nachdem er sich 1963 habilitiert und seine Lehrtätigkeit begonnen hatte, wechselte er als Oberarzt an die Universitätsklinik Marburg,[3] wo er 1969 außerplanmäßiger Professor wurde. 1972 folgte er dem Ruf der Universität Tübingen auf den Lehrstuhl für Innere Medizin. Damit wurde er Direktor der I. Medizinischen Universitätsklinik. Von 1982 bis 1993 war er stellvertretender Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Er saß im wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Arzneimittel des Bundesgesundheitsamts[4] und war Rotarier.
Herausgeber
- Die immunsuppressive Therapie der chronisch-aktiven Hepatitis. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York / Tokyo 1984.
Ehrungen
- Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
- Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1982)
- Ehrenmitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (2003)
Siehe auch
- Universitätsklinikum Gießen und Marburg
- Universitätsklinikum Tübingen
- Senioren-Convent#Suevia-Straßburg
Literatur
- Döller, Wolfgang. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 230.
Weblinks
- Dölle, Wolfgang. Hessische Biografie. (Stand: 26. Juni 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
- ↑ Kösener Corpslisten 1996, 161/284
- ↑ Dissertation: Erfahrungen mit der Santoninprobe.
- ↑ Habilitationsschrift: Der Säure-Basen-Stoffwechsel bei Leberzirrhose.
- ↑ Nachruf (Deutsches Ärzteblatt)