Wolf von Gottberg
Wolf von Gottberg (* 7. März 1865 in Frankfurt an der Oder; † 10. September 1938 in Potsdam) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.
Leben
Seine Eltern waren der Jurist Franz von von Gottberg und Thusnelda von Selchow. Wolf von Gottberg hatte mehrere Geschwister, Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1920. Justus Perthes, Gotha 1919, S. 303 ff. von den die älteste Schwester Lucie früh verstarb. Sein Bruder Döring von Gottberg wiederum wurde Generalmajor und zuvor Mitglied der Gewehrsprüfungskommission, war ebenso als Familienchronist mittätig.
Gottberg studierte Rechtswissenschaften an der Universität Halle. 1885 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Halle.[1] Nach Abschluss des Studiums trat er in den preußischen Staatsdienst ein und absolvierte das Regierungsreferendariat in Köslin. 1892 bestand er das Regierungsassessor-Examen.[2] Von 1902 bis 1918 war er Landrat des Landkreises Crossen (Oder).[3] Anschließend kam er als Regierungsrat in die Abteilung für Kirchen und Schulen der Regierung in Potsdam. Zuletzt war er Oberregierungsrat.
Gottberg war mehrfach verheiratet, in erster Ehe mit Elisabeth von Oppen, die 1922 in Potsdam verstarb, Tochter der Philippine von Borkowski und des Offiziers Gustav von Oppen. Elisabeth und Wolf hatten vier Söhne, drei starben als Militärs, Helmut von Gottberg war Ober-Regierungsrat. Seit 1926 war Wolf von Gottberg verheiratet mit seiner Cousine Anni von Gottberg, geborene von Selchow, geschiedene von Normann, Gründerin der Bekennenden Kirche in Potsdam und Mitglied des Brandenburgischen Provinzialbruderrates der Bekennenden Kirche. Aus dieser Beziehung stammt der Sohn Hans-Joachim von Gottberg, 1929 in Potsdam geboren. Wolf von Gottberg hatte mehrere Enkelkinder.
Auszeichnungen
- Ernennung zum Geheimen Regierungsrat[4]
Genealogie
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1908. Jg. 2, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 369–370.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1939. Jg. 31, Justus Perthes, Gotha 1938. Siehe: FamilySearch.
- Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard, Hans-Jürgen von Witzendorff: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1959. Band IV, Band 20 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1959, S. 194–197.
Weblinks
- Biografie von Anni von Gottberg (mit Bild von Wolf von Gottberg)
Einzelnachweise
- ↑ Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen 1910. Carl Gerber GmbH-München, Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 98 (Corps), 562 (Lfd. Nr. dort).
- ↑ GStA-Berlin: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 1678.
- ↑ Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Crossen (Oder) Verwaltungsgeschichte und Landräte, In: Territorial.
- ↑ Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne-Jever-Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 116, 1020.