Witali Nikititsch Ignatenko
Witali Nikititsch Ignatenko (russisch Виталий Никитич Игнатенко; * 19. April 1941 in Sotschi in der südrussischen Region Krasnodar) ist ein russischer Journalist und Politiker, der von 1993 bis 2012 der Leiter der Nachrichtenagentur ITAR-TASS war und von 1995 bis 1997 im ersten Kabinett von Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin als Vize-Ministerpräsident tätig war. Er war außerdem Mitglied verschiedener journalistischer Organisationen und förderte die russische Sprache und russischsprachige Presse.
Leben
Nach dem Abschluss an der Lomonossow-Universität Moskau in Journalismus, arbeitete er in den 1980ern für die Zeitungen Komsomolskaja Prawda und Nowoje Wremja (Neue Zeit)[1] Von 1990 bis 1991 diente er als Pressesprecher für den sowjetischen Präsidenten Michail Sergejewitsch Gorbatschow.[2]
Am 2. Juni 1995 wurde Ignatenko zum Stellvertretenden Vorsitzenden für Medienangelegenheiten der Regierung der Russischen Föderation ernannt. Er arbeitete dabei mit seinem Kollegen als Vize-Vorsitzender Sergei Michailowitsch Schachrai zusammen.[3] Im Jahre 1997, während des Tadschikischen Bürgerkriegs (1992–1997), war er in Kontakt mit einem lokalen Warlord, um die Freilassung von ausländischen Geiseln zu organisieren.[4]
Im September 2012 wurde er als Leiter der Nachrichtenagentur ITAR-TASS abgelöst.[5]
Er ist außerdem Goodwill-Botschafter der UNESCO[6] und Präsident der Welt Vereinigung der Russischen Presse.[7]
Der Asteroid (8787) Ignatenko wurde am 11. November 2000 nach ihm benannt.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Vitaly Ignatenko. Russian World Foundation. Abgerufen am 10. Mai 2018
- ↑ Palazchenko (2010), p. 377
- ↑ Newsline – June 2, 1995. Radio Free Europe/Radio Liberty. Abgerufen am 10. Mai 2018.
- ↑ Tajikistan: Exchange Of Hostages Reported Underway. Radio Free Europe/Radio Liberty, 10. Februar 1997. Abgerufen am 10. Mai 2018
- ↑ Ignatenko dismissed as a director general of ITAR-TASS. News.az. Veröffentlicht am 18. September 2012. Abgerufen am 10. Mai 2018.
- ↑ Vitaly Igantenko. UNESCO. Abgerufen am 10. Mai 2018.
- ↑ Lukashenko meets with Ignatenko and Gusman, gives interview to TASS. Official website of Belarusian government. Veröffentlicht am 12. Juli 2017. Abgerufen am 10. Mai 2018.