Witali Michailowitsch Abalakow

Witali Michailowitsch Abalakow (russisch Виталий Михайлович Абалаков; geb. 31. Dezember 1905jul. / 13. Januar 1906greg. in Krasnojarsk; gest. 26. Mai 1986 in Moskau) war ein sowjetischer Bergsteiger und Konstrukteur. Er erfand etwa 100 Geräte zur objektiven Bewertung von Trainingsabläufen eines Sportlers. Zu seinen Erfindungen zählt auch die Eissanduhr, ein von Alpinisten verwendetes Verfahren zur Herstellung eines Fixpunkts im Eis. 1934 führte er die Expedition der ersten sowjetischen Besteigung des 7134 Meter hohen Pik Lenin im Pamirgebirge an, den er insgesamt dreimal erklomm. Im Rahmen einer Expedition gelang ihm 1956 auch die Erstbesteigung des Dschengisch Tschokusu. 1955 leitete er die Expedition, die zwei der drei markanten Sechstausender südlich von Altyn Mazar erstmals bestieg. Zunächst erstieg eine von V. Kizel geführte Gruppe den Sandal (6072 m), anschließend überschritt Abalakows Gruppe den Muzdzhilga (6289 m) und stieg über den Sandal ab.[1] Das von Abalakow angeführte Team des Moskauer Amateursportvereins „Spartak“ wurde 12-mal sowjetischer Meister im Bergsteigen.[2]

Auszeichnungen

Werke

  • Die Grundlagen des Alpinismus. Ein Leitfaden des Bergsteigens. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1952.

Literatur

  • Cédric Gras: Stalins Alpinisten: der Fall Abalakow. Tyrolia-Verlag, Innsbruck–Wien 2021, ISBN 978-3-7022-3972-5.
Commons: Witali Abalakow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Yevgeniy Gippenreiter, Vladimir Shataev: Six and Seventhousanders of the Tien Shan and the Pamirs. (PDF 4,6 MB) Alpine Journal, 1996, 122–130 (englisch). Abgerufen am 22. Oktober 2025.
  2. Artikel Абалаковы in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D060704~2a%3D%D0%90%D0%B1%D0%B0%D0%BB%D0%B0%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%8B~2b%3D%D0%90%D0%B1%D0%B0%D0%BB%D0%B0%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%8B