Wischenhofen

Wischenhofen ist ein Gemeindeteil der Oberpfälzer Gemeinde Duggendorf und eine Gemarkung.

Geographie

Das Kirchdorf Wischenhofen liegt etwa einen Kilometer nordwestlich von Duggendorf an der Staatsstraße 2235 im nördlichen Landkreis Regensburg.

Die Gemarkung Wischenhofen (095467) umfasst eine Fläche von 1,459 km² und hat 243 Einwohner.[1]

Geschichte

Hofmark

Wischenhofen wird erstmals um 1170 erwähnt. Damals erscheint in den Annalen ein Konrad von Lupburg, der dem Kloster Weihenstephan ein Gut bei Wischenhofen übergibt. Ab 1504 sind die Besitzer der Hofmark bekannt: Von 1504 bis 1540 sind hier die Graßenhütter angesiedelt.

1541 kam die Hofmark in den Besitz des Christoph von Prand, dem ein Jakob Kastner, Bürger zu Regensburg, die Hofmark 1549 abkauft. 1552 folgen dessen Erben. 1559 sind eingetragen Jörg Hirschaider, Leonhard Kastner, Caspar Mayr und Martin Walder, Münzmeister zu Regensburg. 1565 kauft Hans Christoph Prand Wischenhofen.

Dann folgen ab 1573 die Drechsel von Teufstetten. Das Schloss und die dazugehörige Schlosskirche wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört und gegen Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgerichtet. 1738 kam der Besitz im Kaufwege an Joseph (P)Bachner von Eggenstorff. Seine Tochter heiratete einem Graf Closen von Arnstorf. Von den Closens ging der Besitz durch Heirat an Carl Josef Freiherr von Oexle auf Freudenberg über. 1809 kam Wischenhofen an Baron Johann Christoph von Aretin. Dieser wirkte wesentlich an der Säkularisation Bayerns mit und erwarb in diesem Zuge auch das Schloss Münchshofen und Rinnenthal.[2]

1831 kam das Schloss in nicht-adlige Hände, den Besitz teilten sich drei Familien. Ab 2001 wurde das Schloss renoviert; für die Renovierung wurde das Besitzerehepaar Robert und Maria Solleder mit dem zweiten Platz des Denkmalschutzpreises 2009 des Landkreises Regensburg geehrt.[3]

Gemeinde

1818 war Wischenhofen eine der mit dem Gemeindeedikt im Königreich Bayern gebildeten Gemeinden. Wischenhofen kam am 1. Januar 1946 zur Gemeinde Hochdorf. Die Gemeinde Hochdorf wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und gehört seit 1978 zum Landkreis Burglengenfeld, Hochdorf mit Wischenhofen wurde mit Duggendorf zu einer neuen Gemeinde zusammengelegt.[4]

Baudenkmäler

In der Liste der Baudenkmäler in Duggendorf sind folgende Baudenkmäler für Wischenhofen aufgeführt:[5]

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Wischenhofen (Duggendorf) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 25. September 2025.
  2. Wischenhofen in der privaten Datenbank Alle Burgen.
  3. Mittelbayerische Zeitung: Denkmalschutzpreis 2009
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 659.
  5. Denkmalliste für Duggendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege

Koordinaten: 49° 7′ 5,1″ N, 11° 54′ 47,3″ O