Winston D. Powers
Winston D. Powers (* 1930 in Manhattan, New York City, New York; † 5. Februar 2003 in Spotsylvania, Spotsylvania County, Virginia) war ein Generalleutnant der United States Air Force. Er war unter anderem Kommandeur der Defense Communications Agency.
Im Jahr 1950 trat er der amerikanischen Luftwaffe bei. Nach einer Ausbildung zum Flugnavigator wurde er in deren Offizierskorps aufgenommen. In der amerikanischen Luftwaffe durchlief er anschließend alle Offiziersränge vom Leutnant bis zum Drei-Sterne-General.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem das Industrial College of the Armed Forces in Fort Lesley J. McNair in Washington, D.C. und die Tactical Communications Officer Training School auf der Scott Air Force Base in Illinois. Zwischen Juni 1958 und Juni 1959 war er in Südkorea stationiert, wo er eine Untereinheit der 6123. Luftaufklärungs und Warnstaffel kommandierte (commander of Detachment 2, 6123rd Air Control and Warning Squadron).
Im Juni 1959 kehrte Winston Powers zur Scott AFB zurück, wo er bis zum August 1961 der 918. Nachrichtenstaffel (918th Communications Squadron) angehörte. Anschließend war er bis Juli 1963 Nachrichtenoffizier (communications officer) im Hauptquartier der Luftwaffe in Washington, D.C. Daran schloss sich eine Weiterbildung im Kommunikationsbereich an. Zu diesem Zweck belegte er einen Kurs bei der American Telephone and Telegraph Company in deren Niederlassung in New York City. Im August 1964 wurde er als Nachrichtenoffizier der Defense Communications Agency zu deren Außenstelle in England versetzt. Diese befand sich auf der Royal Air Force Station in Croughton.
Im August 1967 wurde Winston Powers auf die Langley Air Force Base in Virginia versetzt, wo er dem Stab des Tactical Air Commands angehörte. Zwischen Juli 1970 und Juli 1971 war er mit dem 460. Aufklärungsgeschwader (460th Reconnaissance Wing) im Vietnamkrieg eingesetzt. Dabei war er als Flugnavigator an 75 Einsätzen beteiligt. Anschließend gehörte er bis zum Oktober 1973 der J6 Stabsabteilung beim Joint Chiefs of Staff an. Nach einer anschließenden Verwendung im Stab des Hauptquartiers der Luftwaffe wurde er im Februar 1974 ein weiteres Mal nach Südkorea versetzt. Dort kommandierte er die 2146. Nachrichtengruppe (2146th Communications Group). Gleichzeitig war er Stabsoffizier (director of communications-electronics) bei der 314. Luftdivision (314th Air Division) die auf der Osan Air Base stationiert war. Diese Aufgabe erfüllt er bis zum November 1974. Danach kehrte er zum Stab des Hauptquartiers der Air Force zurück, wo er in unterschiedlichen Funktionen in der Abteilung für Nachrichten und Kommunikation tätig war. Zwischen Juli und September 1978 leitete er diese Abteilung.
Im Oktober 1978 wurde Powers auf die Peterson Air Force Base in Colorado beordert. Dort übernahm er die Leitung der Stabsabteilung für Kommunikation, Elektronik und das Computerwesen (deputy chief of staff for communications, electronics and computer resources) beim North American Aerospace Defense Command (NORAD). Danach leitete er eine Stabsabteilung (Systems Integration Office) beim Aerospace Defense Center und dann leitete er die Space Communications Division, die sich alle auf der Peterson AFB befanden.
Im September 1983 erhielt Winston Powers als Nachfolger von William J. Hilsman das Kommando über die Defense Communications Agency, (DCA) die 1991 den Namen Defense Information Systems Agency erhielt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Mai 1987, als er von John T. Myers abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus. Während seiner aktiven Zeit als Flugnavigator absolvierte er über 4000 Flugstunden.
Nach seiner Pensionierung war Powers für verschiedene Firmen als Berater tätig. Unter anderem war er auch als vice president for business development Vorstandsmitglied der Firma McDonnell Douglas Electronic Systems Co., die in McLean in Virginia ansässig war.
Er starb am 5. Februar 2003 in einem Pflegeheim (Carriage Hill Nursing Home) in Spotsylvania und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen
Winson Powers erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
- Air Force Distinguished Service Medal
- Legion of Merit
- Meritorious Service Medal
- Air Medal
- Air Force Commendation Medal
Weblinks
- Powers bei der US Air Force (zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2025)
- Nachruf in der Zeitung Free Lance Star (zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2025)
- Powers in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2025)