Windsor Castle (Schiff, 1790)

Windsor Castle
Technische Zeichnung der London-Klasse.
Schiffsdaten
Flagge Großbritannien Großbritannien
Schiffstyp Linienschiff
Klasse London-Klasse
Bauwerft Deptford Dockyard, Deptford
Baukosten 51.198 £
Bestellung 19. August 1782
Kiellegung 18. August 1784
Stapellauf 31. Mai 1790
Übernahme 6. Juni 1790
Indienststellung Juli 1790
Außerdienststellung Juli 1831
Verbleib 1839 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge Geschützdeck: 53,95 m (Lüa)
Breite 14,95 m
Tiefgang (max.) 6,4 m
Vermessung 1873 9094 tons (bm)
 
Besatzung 750 Mann
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Bewaffnung

98 Kanonen

  • 28 × 32-Pfünder-Kanonen
  • 30 × 18-Pfünder-Kanonen
  • 40 × 12-Pfünder-Kanonen

Die Windsor Castle war ein 98-Kanonen-Linienschiff 2. Ranges der London-Klasse der britischen Marine, das von 1790 bis 1831 in Dienst stand.

Geschichte

Bau

Die spätere Windsor Castle wurde am 19. August 1782 nach den Bauplänen der 1766 vom Stapel gelaufenen und im November 1778 in Dienst gestellten London bestellt. Die Kiellegung erfolgte am 19. August 1784 bei der Marinewerft in Deptford (London) und der Stapellauf am 31. Mai 1790. Die Fertigstellung erfolgte am 6. Juni 1790. Die Baukosten betrugen 51.198 Pfund 8 Schilling und 6 Pence (siehe Pfund Sterling).[1]

Seeschlacht bei Genua

In der Seeschlacht von Genua am 14. März 1795 segelte die Windsor Castle mit ihrem Kommandant John Gore in dem britischen Geschwader unter Vizeadmiral William Hotham. An Bord befand sich außerdem der Konteradmiral Robert Linzee. Die britische Flotte, die drei Geschwader unter je einem Vizeadmiral umfasste und aus 24 Schiffen bestand, begegnete der Französischen Armada, die rund 20 Schiffe umfasste, bei Genua im heutigen Italien. Während der Schlacht, die die Briten gewannen, wurden auf der Windsor Castle 6 Menschen getötet und außerdem 30 verwundet.

Schlacht bei Kap Finisterre

In der Seeschlacht bei Kap Finisterre am 22. Juli 1805 kämpfte die Windsor Castle mit Kapitän C. Boyles in der britischen Flotte gegen eine spanisch-französische Flotte, die den Engländern überlegen war. Durch die weit bessere Flottenführung des britischen Vizeadmirals Sir Robert Calder konnten die 15 englischen Schiffe die 20 gegnerischen ohne große Verluste besiegen. Auf der Windsor Castle wurden 10 Seeleute getötet und 35 verletzt. In der Takelage riss allerdings vieles und auch mehrere Stengen wurden beschädigt.

Verbleib

Im Jahr 1814 wurde die Geschützzahl der Windsor Castle auf 74 reduziert. Damit gehörte sie jetzt zu den Linienschiffen dritten Ranges. 1839 erfolgte der Abbruch des Schiffs.

Literatur

  • Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail 1714 to 1792: Design, Construction, Careers and Fates. Seaforth Publishing, Barnsley 2004, ISBN 978-1-84415-700-6 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Rif Winfield: British Warships in the Age of Sail 1714 to 1792., S. 103.