William Walond (Komponist)
William Walond (getauft 16. Juli 1719 in Oxford; begraben 21. August 1768[1] ebenda) war ein englischer Komponist und Organist.
Leben und Werk
William Walond wurde 1719 als Sohn von William und Mary Walond in Oxford geboren. Ab den 1750er Jahren wurde er in Subskriptionslisten als „Organist at Oxford“ erwähnt, so subskribierte er 1753 John Alcocks Services. 1757 wurde er als „organorum pulsator“ am Christ Church College erwähnt. In diesem Jahr graduierte er am New College als Bachelor of Music. 1759 veröffentlichte er seine Ode on St. Cecilia’s Day, die er wahrscheinlich als Probestück komponierte. Es handelt sich dabei um die erste Vertonung von Alexander Popes ursprünglicher Dichtung von 1708, die auch die Grundlage mehrerer Vertonungen aus der Reihe der Cäcilienoden der Londoner Society of Music war. Darüber hinaus veröffentlichte er eine Reihe von Kompositionen für die Orgel, darunter zwei Bände mit Voluntaries. Außerdem ist er mehrfach als Notenkopist nachweisbar.[2]
William Walond heiratete um 1749 eine Frau namens Mary. Sie hatten zusammen vierzehn Kinder. Der älteste Sohn William Walond d. J. (1750–1836) wurde ebenfalls Organist und nach Walonds Tod dessen Nachfolger. Zwei weitere Söhne wirkten ebenfalls als Kirchenmusiker: Richard Walond ist mehrfach als Chorsänger bezeugt, zuerst 1770 an der Christ Church, 1775–1776 am Magdalen College, und später an der Hereford Cathedral. George Walond war 1768–1778 Chorsänger am Magdalen College.
Werke
- 6 Voluntaries for the Organ or Harpsichord, op. 1, London um 1752.[3]
- 10 Voluntaries, für dass. op. 2, London 1758.[4]
- Mr. Pope’s Ode on St. Cecilia’s Day, für S, T, B, gemischten Chor und Orchester, London 1759.[5]
- Not unto Us, Anthem.
- Evening Service, für Orgel.
- To God belong the eternal sway.[6]
Literatur
- Peter Fredric Williams: Walond (Familie). In: Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Erste Ausgabe, Band 14 (Vollerthun – Zyganow). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 1968, DNB 550439609, Sp. 182 (= Digitale Bibliothek Band 60, S. 79526–79527)
- SL: Walond (Familie). In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 17 (Vina – Zykan). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2007, ISBN 978-3-7618-1137-5 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
- H. Diack Johnstone, Peter Ward Jones: Walond, William. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
- Donald Burrows, Peter Ward Jones: Musicians and Music Copyists in Mid-Eighteenth-Century Oxford. In: Susan Wollenberg, Simon McVeigh (Hrsg.): Concert Life in Eighteenth-Century Britain. Ashgate, London/New York 2004, ISBN 0-7546-3868-5, S. 115–140, hier S. 134–138; doi:10.4324/9781315095479-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Noten und Audiodateien von William Walond im International Music Score Library Project
- William Walond im Répertoire International des Sources Musicales (RISM)
Einzelnachweise
- ↑ nach anderen Angaben: 1770, siehe SL: Walond (Familie). In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 17 (Vina – Zykan). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2007, ISBN 978-3-7618-1137-5 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
- ↑ Peter Ward Jones, Donald Burrows: An Inventory of Mid-Eighteenth-Century Oxford Musical Hands. In: Royal Musical Association Research Chronicle, Nr. 35, 2002, S. 61–139; JSTOR:25099486.
- ↑ RISM ID: 990067663
- ↑ RISM ID: 990067665
- ↑ RISM ID: 990067662
- ↑ RISM ID: 806043343