William Kent (Politiker, 1873)

William Rice Kent (* 27. Februar 1873 in Castlelyons, County Cork, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 8. März 1956 im County Cork) war ein irischer Politiker der Fianna Fáil und der National Centre Party. Er war von September 1927 bis Februar 1932 und von Januar 1933 bis Juli 1937 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas).

Biografie

William wurde in die seit dem 15. Jahrhundert im County Cork lebenden Familie Kent als Sohn von David Kent und seiner Frau Mary Rice geboren. Die Familie Rice war von ihren Ländereien verwiesen wurden, weil die Pachten nicht bezahlt wurden. William und seine Brüder hatten daraufhin den Verwalter Browne mit einem Boykott belegt und hielten auch andere Personen von Geschäften mit Browne ab. Kurz nach dem Osteraufstand 1916 kam es auf dem Gelände der Kents zu einer Schießerei mit der Royal Irish Constabulary. Dabei wurde sein Bruder Richard Kent und ein Polizist getötet. Im anschließenden Gerichtsverfahren wurde sein Bruder Thomas zum Tode verurteilt und später hingerichtet. Sein Bruder David Kent wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Seine Strafe wurde jedoch in lebenslange Haft umgewandelt. William wurde freigesprochen.

Bei den Wahlen im September 1927 wurde er im Wahlkreis Cork East in den Dáil gewählt, verlor seinen Sitz aber schon bei den Wahlen 1932. Bei den Wahlen 1933 trat er dann für die National Centre Party an und wurde gewählt. Als sich die National Centre Party mit der Cumann na nGaedheal im September 1933 zusammenschloss, trat Kent jedoch nicht zur Fine Gael über, sondern wurde Unabhängiger bzw. parteilos. Bei den Wahlen 1937 trat er nicht noch einmal an. Er versuchte wohl bei den Wahlen 1951 noch einmal sein Glück für die Fianna Fáil, scheiterte jedoch.[1]

William Rice Kent war mit Kathleen verheiratet, mit der er sieben Kinder hatte. Sein Bruder David war von 1918 bis 1927 Teachta Dála.

Einzelnachweise

  1. William Rice Kent