William H. Bassett

William Henry Bassett (* 28. Dezember 1935 in Evanston, Illinois; † 9. Februar 2025 in Woodland Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher, der von 1955 bis 2018 aktiv war.[1][2][3][4]

Leben

Bassett war der Sohn von Elly Christine Elisius und Mark Seymour Bassett. Er hatte drei Halbgeschwister: Louis, Maxine Roberta und Emily Kathryn. Er war der Cousin von Dolly King Bassett. Nach seiner Schulzeit studierte er zunächst von 1953 bis 1957 Sprachwissenschaften an der Northwestern University, die er mit einem Bachelor abschloss. Von 1961 bis 1963 nahm er am Lincoln Center Training Program des Lincoln Center Theater in New York City teil, wo er Schauspiel studierte.[1][5]

Im Jahr 1962 heiratete er Patricia Anne Dorsey, mit der er die beiden Töchter Katherine Tudor und Wendy Irene hatte. Das Paar ließ sich am 19. Mai 1982 scheiden.[1] Bassett starb im Alter von 89 Jahren im Stadtteil Woodland Hills von Los Angeles.[6]

Karriere

Bassett, dessen Karriere annähernd sechzig Jahre und mehr als einhundert Fernseh- und Filmproduktionen umfasste, hatte einen ersten Auftritt vor der Kamera im Jahr 1960 als Ferdinand im Fernsehfilm The Tempest.[1] Von 1967 bis 1969 arbeitete er als einer der letzten Vertragsschauspieler für Screen Gems Television in Hollywood unter Eddie Foy III.[5]

Er war in Filmen wie Abenteurer auf der Lucky Lady, Diane (auch: Meine alten Freunde), Der Sieg der Sternenkinder, Karate Kid, Red Eagle, Haus der 1000 Leichen, Demon Hunter und der Blaxploitation-Actionkomödie Black Dynamite zu sehen. Beim Vorsprechen zu Haus der 1000 Leichen gab ihm der Regisseur Rob Zombie die Rolle des Sheriff.[1][2]

Bassett spielte auch in zahlreichen Fernsehserien, darunter Verliebt in eine Hexe, Bezaubernde Jeannie, Bonanza, The Feather and Father Gang, Love Boat, den Seifenopern Zeit der Sehnsucht und Schatten der Leidenschaft, Quincy, Lou Grant, Dallas, Newhart, General Hospital, Sabrina – Total Verhext!, Hinterm Mond gleich links, Scrubs – Die Anfänger, Die Straßen von San Francisco und Arrested Development.[1][3]

Als Sprecher lieh seine Stimme Figuren in Animations- und Zeichentrickserien sowie Computerspielen, wie Metal Gear Solid, Warcraft 3: The Frozen Throne, Fallout 3, Star Wars: The Old Republic, Final Fantasy Type-0 HD und World of Final Fantasy. Für den US-amerikanischen Kabelsender Game Show Network (GSN) sprach er von 1998 bis 2001 die Rolle des „Inquizitor“ bei der Spielshow Inquizition.[1][6]

Er war auch Sprecher in der englischsprachigen Dokumentation zu Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben. Bekannt war er zudem als Werbestimme für Whataburger von 2004 bis 2011.[1][7][8] Von 1985 bis 2013 war er Moderator und Ansager bei den Youth In Film- und den Young Artist Awards, die von Maureen Dragone gegründet wurden. Zuletzt war er 2018 in dem Film Blood Type zu sehen und in dem Computerspiel Fallout 76 zu hören.[1][5]

Im deutschen Sprachraum wurde Bassett unter anderem von Ivar Combrinck, Hermann Ebeling, Ulrich Frank, Helmut Gauß, Karl-Heinz Grewe, Till Hagen, Ben Hecker, Lothar Hinze, Gerd Holtenau, Rüdiger Joswig, Uli Krohm, Manfred Lehmann, Axel Lutter, Eberhard Mondry, Hans-Helmut Müller, Helmut Müller-Lankow, Manfred Petersen, Heinz Petruo, Thomas Reiner, Frank-Otto Schenk, Jochen Schröder, Jochen Striebeck, Karl Sturm, Peter Thom, Jürgen Thormann, Manfred Tümmler, Gerd Vespermann und Jürgen Wegner synchronisiert.[9]

Filmografie (Auswahl)

Filme

  • 1960: The Tempest (Fernsehfilm)
  • 1966: NET Playhouse: The Journey of the Fifth Horse (Fernsehfilm)
  • 1969: Zeit zum Sterben
  • 1970: Jung, hübsch und hemmungslos
  • 1972: Eroberung vom Planet der Affen
  • 1972: Another Part of the Forest (Fernsehfilm)
  • 1972: 1776: Rebellion und Liebe
  • 1973: The Lie (Fernsehfilm)
  • 1973: The Man of Destiny (Fernsehfilm)
  • 1974: Unwed Father (Fernsehfilm)
  • 1974: Flammendes Inferno
  • 1975: My Father’s House (Fernsehfilm)
  • 1975: Abenteurer auf der Lucky Lady
  • 1976: The Love Boat (Fernsehfilm)
  • 1976: Der Fall Gary Powers (Fernsehfilm)
  • 1977: Never Con a Killer (Fernsehfilm)
  • 1977: The Night They Took Miss Beautiful (Fernsehfilm)
  • 1978: Der Sieg der Sternenkinder
  • 1978: Ladies mit weisser Weste (Fernsehfilm)
  • 1978: Keefer (Fernsehfilm)
  • 1979: Diane
  • 1979: Die Jäger des Cagliostro
  • 1980: The Kids Who Knew Too Much (Fernsehfilm)
  • 1981: Thornwell (Fernsehfilm)
  • 1982: Richard II (Video)
  • 1982: Moonlight (Fernsehfilm)
  • 1982: The Tragedy of Romeo and Juliet (Video)
  • 1984: Karate Kid
  • 1984: Sam’s Son
  • 1985: Creator – Der Professor und die Sünde
  • 1986: Im Keller des Grauens
  • 1986: Invasion vom Mars
  • 1988: Red Eagle
  • 1988: Akira
  • 1989: Die Würger von Hillside (Fernsehfilm)
  • 1989: Detektiv in Hollywood (Fernsehfilm)
  • 1990: Angel Town
  • 1991: Die Schmach des Vergessens (Fernsehfilm)
  • 1993: Bloodfist Fighter 4
  • 1994: Spring Awakening (Fernsehfilm)
  • 1995: Totsuzen! Neko no kuni banipal witt
  • 1996: Der teuflische Liebhaber (Fernsehfilm)
  • 1997: Eine himmlische Kupplerin (Fernsehfilm)
  • 2000: Oh! My Goddess – Der Film
  • 2001: Soulkeeper
  • 2001: Night Class
  • 2001: The Man with No Eyes (Kurzfilm)
  • 2002: Crazy as Hell
  • 2003: Haus der 1000 Leichen
  • 2004: Appleseed
  • 2004: Roomies
  • 2005: Welcome to September
  • 2005: Demon Hunter
  • 2008: Fast Girl
  • 2008: Metal Gear Solid: Digital Graphic Novel (Video)
  • 2009: Black Dynamite
  • 2018: Blood Type

Fernsehserien

Computerspiele

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i William H. Bassett. Internet Movie Database, abgerufen am 6. November 2025.
  2. a b William H. Bassett in The Movie Database, abgerufen am 6. November 2025.
  3. a b William H. Bassett bei Fernsehserien.de, abgerufen am 6. November 2025.
  4. William Bassett. In: Open Media Database. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  5. a b c William H. Bassett. In: LinkedIn. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  6. a b William Henry Bassett. In: Dignity Memorial. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
  7. Greg Janda: Whataburger’s New Ads Won’t Be “Just Like You Like It”. In: NBC 5 Dallas-Fort Worth. 14. Oktober 2011, abgerufen am 23. Dezember 2013 (englisch).
  8. William Pack: Whataburger ads: Buh-bye Texas voice, hello documentaries. In: San Antonio Express-News. 5. Oktober 2011, abgerufen am 23. Dezember 2013 (englisch).
  9. William Bassett. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 6. November 2025.