William Auerbach-Levy
William Auerbach-Levy (auch William Levy bzw. William Auerbach; * 14. Februar 1889 in Brest-Litowsk; † 29. Juni 1964 in Ossining, New York) war ein US-amerikanischer Maler, Kupferstecher und Illustrator.[1][2]
Leben
William Auerbach-Levy wurde 1889 in Brest-Litowsk geboren. Er emigrierte in die Vereinigten Staaten und absolvierte seine künstlerische Ausbildung an der National Academy of Design in New York. Anschließend setzte er seine Studien an der Académie Julian in Paris fort, wo er bei Jean-Paul Laurens unterrichtet wurde. William Auerbach-Levy war seit den 1910er Jahren als Künstler in den Vereinigten Staaten tätig. Neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit engagierte er sich auch in der Lehre. Ab 1960 unterrichtete er an der Art School der National Academy of Design in New York. Er war Mitglied zahlreicher Künstlervereinigungen, darunter der National Academy, dem Salmagundi Club, der Chicago Society of Etchers und der Society of American Etchers. 1926 wurde er in die National Academy aufgenommen.[1][2]
Werk
William Auerbach-Levy war als Maler, Grafiker und Illustrator tätig. Sein Œuvre umfasst Porträts, figürliche Darstellungen, Landschaften sowie Werke mit jüdischen Themen. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Karikaturen und Illustrationen. Er arbeitete für zahlreiche renommierte amerikanische Zeitschriften wie Harper’s, The New Yorker, Collier’s und Vanity Fair. Als Grafiker wurde er vielfach ausgezeichnet. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der Preis der Chicago Society of Etchers (1918), der Third Hallgarten Prize der National Academy of Design (1921), eine Bronzemedaille der California Printmakers (1923), mehrere Shaw Prizes des Salmagundi Clubs (1923, 1928, 1952, 1956), der Second Lewis Caricature Prize in Pennsylvania (1927), ein Fellowship des Guggenheim-Museums (1928) sowie die Samuel-F.-B.-Morse-Goldmedaille (1958).[1] Seine Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter im Museum of Fine Arts in Boston, im Art Institute of Chicago, im Detroit Institute of Arts, in der New York Public Library, in der Carnegie Institute Library in Pittsburgh, in der Library of Congress in Washington, D.C. sowie im Worcester Art Museum in Massachusetts.[1]
Neben seiner bildnerischen Tätigkeit veröffentlichte Auerbach-Levy auch eigene Texte. Zu seinen autobiografisch und theoretisch geprägten Schriften zählen „Is That Me?“ aus dem Jahr 1947 und „The Art of Caricature“ aus dem Jahr 1951.[1]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.