Willi Fries (Schauspieler)
Willi Fries (* 1956) ist ein deutscher Film- und Theaterschauspieler.
Leben
Willi Fries wuchs im Sulzbacher Stadtteil Hühnerfeld auf. Der Vater war als Elektriker unter Tage tätig. Nach dem Abschluss der Schule absolvierte Freis eine Ausbildung als Schaufensterdekorateur im „Passagekaufhaus“ („Peka“), das später von der Kaufhof-Kette aufgekauft wurde. Durch einen Abteilungsleiter kam Fries zum Amateurtheater-Ensemble „Gruppe 63“.[1] In seiner ersten Rolle dort spielte er den russischen Sargmacher in dem Stück „Die Herberge“ von Fritz Hochwälder. Fries war so begeistert von der Schauspielerei, dass er Unterricht am Staatstheater nahm und Pantomime-Unterricht bei JOMI.[2]
Zwölf Jahre blieb Fries bei der Gruppe 63, dann gründet der mit Reinhold Schütz das Ensemble „Eulenspiegel“, das allerdings nur ein Stück zur Aufführung brachte. Anfang der 1990er bildete Fries mit Schütz und Andreas F. Cornelius das Drei-Mann-Theater „Al Dente“, später stieß auch Mark Waschke hinzu.[2]
Seine filmische Karriere begann mit Nebenrollen als Leo und Rolf in der Fernsehserie Familie Heinz Becker. Im Tatort des Saarländischen Rundfunks gelang Fries 1998/99 der Aufstieg vom Bösewicht zum Assistenten von Kommissar Max Palu, den Jochen Senf spielte. Spielte Freis im Tatort Tatort: Allein in der Falle noch den Kriminellen Aschbach, war er im nächsten Jahr im Tatort: Strafstoß erstmals als Gregor Blass Assistent des Kommissars.
Im Jahr 2020 nahm er in der Länderausgabe der Comedysendung "Deutschland lacht" als Vertreter des Saarlandes teil. Der Schauspieler konnte in der Sonderausgabe der Sendung Luke! Die Greatnightshow den zweiten Platz erringen.[3]
Fries war viele Jahre als Karl Wilhelm Hühnerfeld bei Fastnachtssitzungen unterwegs, u. a. mit Helene Rauber (Julanda Jochnachel).
Filmographie
- 1996–1998: Familie Heinz Becker
- 1998: Tatort: Allein in der Falle
- 1999: Tatort: Strafstoß
- 2000: Tatort: Die Möwe
- 2010: Tatort: Hilflos
- 2013: Tatort: Melinda
- 2019: Villa Eva
- 2024: Der eingebildete Kranke – Frei nach Molière
Weblinks
- Willi Fries bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Ein Leben zwischen Schaufenster und Bühne, Saarbrücker Zeitung, 18. Juli 2018, abgerufen am 12. Dezember 2025
- ↑ a b Die Bühne liebt er wie seine Schaufenster, Saarbrücker Zeitung, 21. Dezember 2020, abgerufen am 6. Mai 2025
- ↑ Willi Fries vertritt das Saarland in TV-Show „Deutschland lacht“, Saarbrücker Zeitung, 5. November 2020, 6. Mai 2025