Willi Brauns
Willi Brauns, auch Wilhelm Brauns (* 2. Juni 1911 in Barkhausen; † 12. Januar 1984 in Porta Westfalica) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben
Willi Brauns wurde als Sohn des Mindener Möbelhändlers Wilhelm Brauns geboren und absolvierte nach seinem Realschulabschluss im Jahre 1927 eine kaufmännische Ausbildung in einer Tuchhandlung. Als kaufmännischer Angestellter wurde er dort im Oktober 1930 arbeitslos, half in einem Fotogeschäft aus und wurde Kaufmann. Zum 1. Mai 1930 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 242.176)[1] und wurde vom 21. Februar 1934 bis Ende Mai 1934 als Vertreter von Fritz Schmidt NSDAP-Kreisleiter in Minden. 1931/1932 war er SA-Truppführer und fungierte vom 1. Oktober 1935 bis 1937 als Gauhauptstellenleiter im Gaupropagandaamt in Münster, als er die Leitung der Organisationsabteilung beim Stellvertreter des Führers übernahm. Ab 1. März 1939 amtierte er als NSDAP-Kreisleiter in Recklinghausen[2], bis er im März 1941 zur Wehrmacht einberufen wurde. Dort war er zuletzt Leutnant und Kompanieführer, kam vorübergehend in ein Lazarett und war in den letzten Kriegstagen Kampfkommandant in Minden. Von Mai 1945 bis Februar 1946 wurde er in einem Lazarett in Brandenburg behandelt und anschließend in Recklinghausen interniert.
Im Entnazifizierungsverfahren wurde er durch die Spruchkammer Recklinghausen am 24. Februar 1948 zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und 6 Monaten verurteilt, die durch die Internierung als verbüßt galten. Der Hauptausschuss im Regierungsbezirk Detmold stufte ihn am 25. Januar 1950 in die Kategorie III (minderbelastet) ein. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zunächst als Arbeiter in einem Betonwerk in Porta Westfalica und kam später als Kaufmann in das väterliche Möbelgeschäft.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 139(Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4291091
- ↑ Arno Schröder: Mit der Partei vorwärts!zehn Jahre Gau Westfalen-Nord: unter Verwendung amtlicher Unterlagen von Parteidienststellen. Lippische Staatszeitung N.S. Verlag GmbH, 1940 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).