Wilhelm von Canitz und Dallwitz
Wilhelm von Canitz und Dallwitz (* 8. September 1744; † 8. Juli 1805)[1] war Hessen-kasselscher Hofmarschall.
Leben
Wilhelm von Canitz und Dallwitz wurde als Sohn des hessischen Generalmajors Melchior Friedrich von Canitz und Dallwitz (1700–1759) und dessen Ehefrau Mari Anna von Kutzleben geboren. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Güter Großburg, Klein-Lauden und Schweinebraten. Er kam an den hessischen Hof, wurde dort 1763 Hofjunker und stieg in der Hessen-kasselschen Armee im Garde du Corps bis zum Oberstleutnant À la suite auf. Von 1784 an war er am Hof als Reisemarschall eingesetzt, bis er 1786 Hofmarschall wurde. In dieser Funktion war er der oberste Beamte am Hof des Landgrafen. Zu seinen Pflichten gehörte die Organisation der Empfänge und Audienzen des Landesherrn sowie die Aufsicht über das gesamte Haushaltswesen des Hofs.
Bereits im Jahr darauf wurde er seines Amtes enthoben, weil er ein Verhältnis mit Rosa Dorothea Ritter führte. Sie war die Maitresse des Landgrafen Wilhelm I.
Canitz und Dallwitz wurde des Landes verwiesen und kam als Major in die Preußische Armee.
Er war Mitglied der Freimaurer und gehörte der 1766 gegründeten Loge „Zum Thale Josephat“ an. 1770 bildete sich in Kassel die Loge „Zum gekrönten Löwen“, die aus Bediensteten des Landgrafen Friedrich II. bestand und der auch Freimaurer der Loge „Zum Thale Josephat“ beitraten. Er wurde führendes Mitglied dieser Vereinigung, deren Präfekt Dietrich Christoph Ihringk war.[2]
Familie
Er war mit Charlotte Friederike Luise von Haudring (1757–1825, Tochter des Otto Friedrich von Haudring, Oberstleutnant) verheiratet. Aus der Ehe ist der Sohn Karl von Canitz und Dallwitz (1787–1850) hervorgegangen.
Weblinks
- Canitz und Dallwitz, Wilhelm von. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
- ↑ Gernot Dallinger: Karl von Canitz und Dallwitz, ein preussischer Minister des Vormärz. Grote, Köln 1969, S. 6.
- ↑ Siegfried Lotze: Die hessische Familie Fulda und andere Montanleute in den Bünden der Freimaurer und Rosenkreuzer im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert Digitalisat