Wilhelm Sievers (Maler)

Wilhelm Sievers (geboren am 12. Oktober 1858 in Hannover; gestorben ebenda am 9. Dezember 1932) war ein deutscher Kunst-, Dekorations- und Kirchenmaler, Kunstpädagoge und Restaurator.[1]

Leben

Wilhelm Sievers zog im Jahr 1884 zunächst in die Friedrichstraße 12 in Hannover.[1] Das Adressbuch der Stadt Hannover für das Jahr 1899 verzeichnete Sievers als Dekorationsmaler, tätig in der Firma Gebrüder Sievers mit Sitz in der Höltystraße 3.[2] Sein privater Wohnsitz befand sich in der Höltystraße 4.[1]

Sievers spezialisierte sich auf mittelalterliche Dekorationsmalerei und erhielt Aufträge von Kirchengemeinden und Konsistorialbaumeistern.[1] Von 1910 bis 1923 war er nebenamtlich als Lehrer für das Fach Materialienkunde an der Kunstgewerbeschule Hannover tätig. Von 1920 bis 1921 war er Mitarbeiter der Zeitschrift Kunst und Praxis für den Dekorationsmaler. Niedersächsischer Malerbund.[2] Im Jahr 1921 gewann Sievers bei der Maler-Fachausstellung in Hameln den 1. Preis des Niedersächsischen Malerbundes. Seine Werksliste zufolge hat Sievers neben seiner Tätigkeit als Dozent an 33 Orten Garnisons-, Stadt-, Gemeindekirchen und Kapellen ausgemalt.[1]

Sievers war mit Emma Lemke verheiratet, das Ehepaar hatte drei Töchter, Mary, Eleonore und Marta. Der Kirchenmaler verstarb am 9. Dezember 1932 in Hannover an einem Herzleiden.[1]

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Evelyn Patz Sievers: Kirchenmaler Wilhelm Sievers. Auf den Spuren einer vergessenen Kunst, Lehmweg Verlag 2025
  2. a b c d e f g h i j Stefanie Lindemeier: Die ausführenden Kunst- und Kirchenmaler, sowie Kurzbiographie Sievers, Wilhelm, in Stefanie Lindemeier: Studien zur Restaurierungsgeschichte mittelalterlicher Gewölbe – und Wandmalereien im Gebiet des heutigen Niedersachsen : Darstellung von historischen Methoden, Techniken und Materialien. Dissertation 2009 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Band 2 (Textband), passim, v. a. S. 322–323; Digitalisat der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  3. o. V.: Die neue Garnisonkirche in Thorn, in: Thorner Presse, 15. Jahrgang, Nr. 297 vom 21. Dezember 1897; als durchsuchbares PDF-Dokument von der Seite der Kujawsko-Pomorska Digital Library
  4. Stefan Amt: Die Planungs- und Baugeschichte der Lutherkirche, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge Band 52 (1998), S. 261–288; hier: S. 262 und Anmerkung 58 auf S. 278; als PDF-Dokument von der Seite bhb-hannover.de