Wilhelm Schneider (Chemiker, 1882)

Wilhelm Schneider (* 13. November 1882 in St. Petersburg; † 18. Juli 1939) war ein deutscher Chemiker. Sein Vater, Heinrich Schneider, war der Direktor der damals größten Schuhfabrik Europas.

Nach dem Abitur am Gymnasium „Zur Himmelspforte“ in Erfurt studierte Wilhelm Schneider Chemie, Physik und Mineralogie an der Universität Jena, wo er 1906 zum Dr. phil. promoviert wurde und sich 1910 für Chemie habilitierte. Vom Kriegsdienst wegen der Folgen einer im Alter von zwei Jahren erlittenen spinalen Kinderlähmung befreit, erhielt er im September 1914 den Titel eines außerordentlichen Professors. 1922 erfolgte seine Ernennung zum planmäßigen außerordentlichen Professor und zum Vorstand der Abteilung für Organische Chemie am Chemischen Institut. Im Juli 1932 erhielt er durch die Ernennung zum persönlichen Ordinarius die Rechte eines ordentlichen Professors.[1]

Schneider war von 1918 bis zu ihrer Auflösung 1933 Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei.[2]

Er war ab 1910 mit Margarethe geb. Rost verheiratet, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte.

Einzelnachweise

  1. ??? In: Bundesarchiv Berlin, R 4901/13276.
  2. Jenaer Chemie-Professoren im Nationalsozialismus, Uni Jena 2017. Aus den dort gesichteten Quellen ergeben sich keine Hinweise auf eine NSDAP-Mitgliedschaft oder politische Aktivitäten während der NS-Zeit.