Wilhelm Maximilian August von Ditfurth

Wilhelm Maximilian August von Ditfurth (* 10. September 1712; † 25. September 1788 in Marburg) war Hessen-kasselscher Generalleutnant und Gouverneur von Rheinfels und Hanau.

Leben

Wilhelm Maximilian August von Ditfurth entstammte dem deutschen Uradelsgeschlecht Ditfurth und war ein Sohn des hessischen Generalleutnants Franz Dietrich von Ditfurth (1674–1745), der am 1. Juli 1729 durch Landgraf Karl zum Drosten von Rodenberg bestellt wurde[1]. Er gilt als Stammvater der heutigen Namensträger von Ditfurth. Seine Mutter war Philippine Wilhelmine von Steinling (1680–1726).

Er trat in die Dienste der Hessen-kasselschen Armee und wurde am 26. Juli 1741 Hauptmann im Grenadierregiment Mauermann. Im Siebenjährigen Krieg kämpften die Truppen Hessen-Kassels im britischen Sold für die preußisch-britische Allianz als Teil der alliierten Armee gegen die Franzosen und die Habsburger. Bei der Belagerung der Festung Schloss Ulrichstein durch französische Truppen im Jahre 1759 wurde er, inzwischen Oberstleutnant, durch einen Steinwurf an den Kopf schwer verwundet zu Boden gestreckt[2]. 1765 verlieh Landgraf Friedrich II. dem Regiment von der Malsburg, das unter der Führung des Generals August Carl von der Malsburg stand, den Namen Füsilier-Regiment. Mit der Übernahme durch von Ditfurth im Jahre 1766 erhielt es die Bezeichnung Füsilier-Regiment von Ditfurth[3]. Mit den Subsidienverträgen mit dem britischen König Georg III. im Jahre 1776 verpflichtete sich Landgraf Friedrich II., ihm für den Einsatz im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg mietweise ein Kontingent Soldaten zu überlassen. So zog das Regiment Ditfurth unter dem Kommando von Oberst Karl Emil von Donop[4] am 11. Februar 1776 los in Richtung Bremen, das es am 10. März erreichte. Per Schiff ging es am 17. April zunächst zum südenglischen Stützpunkt Portsmouth, wo ein größerer Truppenverband zusammengestellt wurde und am 6. Mai nach Amerika aufbrach. Mitte August erreichten die Truppen ihr Ziel, wo sie an verschiedenen Schlachten, z. B. Schlacht von Germantown und Schlacht von Yorktown eingesetzt wurden. Im Oktober 1777 erhielt Ditfurth vom britischen Major Johann Christian einen schriftlichen Bericht über den Angriff auf Fort Mercer bei Redbank[5]. Dort starb von Donop.

Ditfurth war Statthalter von Rheinfels (Regent Landgraf Konstantin) und von Hanau.

Am 25. Mai 1784 belehnte Landgraf Friedrich die Gebrüder Moritz Wilhelm und Wilhelm Maximilian von Ditfurth sowie deren Vettern mit dem Burglehen Ziegenhain[6]

Er fand am 28. September 1788 seine letzte Ruhestätte auf dem St. Michael-Kirchhof in Marburg[7].

Auszeichnungen

5. März 1769 Ritter des Ordens Pour la vertu militaire

Siehe auch

Literatur

  • Johann Andreen Hofmanns: Abhandelung von dem vormaligen und heutigen Krigesstaate, 1769 S. 524

Einzelnachweise

  1. Bayerische Staatsbibliothek; Geschichte des Geschlechts von Ditfurth, S. 297 Digitalisat
  2. Chronik von Widdershausen; Festung Schloß Ulrichstein 1759 Digitalisat
  3. Anmerkung: Die Hessen-kasselsche Armee benannte ihr Infanterie-Regiment nach dem jeweiligen Kommandeur
  4. Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte; Regiment v. Ditfurth Digitalisat
  5. Fighting for Philadelphia; Forts Mercer and Mifflin, the Battle of Whitemarsh, and the Road to Valley Forge, October 5-December 19, 1777. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Ditfurth, Theodor von: Geschichte des Geschlechts von Ditfurth, Bd.: 1, Quedlinburg, 1889, S. 309 Digitalisat
  7. Hessenland, Zeitschrift für die Kulturpflege des Bezirksverbandes Hessen, 1893. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).