Wilhelm Baier (Metallgestalter)
Wilhelm Baier (* 26. Februar 1945 in Coswig (Anhalt)) ist ein deutscher Metallgestalter.
Leben und Werk
Baier absolvierte eine Lehre als Silberschmied und studierte anschließend von 1965 bis 1970 bei Irmtraud Ohme und Gerhard Lichtenfeld im Fachbereich Metallgestaltung der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Seitdem arbeitet er als freischaffender Metallgestalter in Burg. Er schuf vor allem figurative Werke, u. a. für den öffentlichen Raum in Magdeburg, Burg, Berlin, Leipzig, Staßfurt und Bielefeld.
Baier war ab 1970 Kandidat und von 1973 bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Werkbeispiele
- Hockender (1974, Bronze, Höhe 6 cm; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR)
- Kopf (1975, Messing, Höhe 20 cm; auf der Ausstellung „Metallgestaltung in der DDR. 1. Zentrale Ausstellung“ in Halle)
- Drei Marktfrauen (1983; drei Reliefplatten, Kupfer; Magdeburg, Neustädter Platz; 2013 gestohlen)[1]
- Männerkopf (1985, Brüstungsfigur für ein Gebäude im Wohngebiet Magdeburg-Olvenstedt; auf der Ausstellung „Metallgestaltung in der DDR. 2. Zentrale Ausstellung“ in Halle)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellung
- 1979: Magdeburg
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1974, 1979 und 1984: Magdeburg, Bezirkskunstausstellungen
- 1975: Paris („DDR-Kunst heute“)
- 1976: Rostock, Kunsthalle, und Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Junge Künstler der DDR“)
- 1982/1983: Dresden, IX. Kunstausstellung der DDR
- 1981/1982 und 1986/1987: Halle/Saale, Staatliche Galerie Moritzburg („Metallgestaltung in der DDR“)
- 1986/1987: Suhl („Das sicher sei, was uns lieb ist“. Ausstellung zum 40. Jahrestag der Gründung der Grenztruppen der DDR)
Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung
- 2015: Halle/Saale, Kunstverein Talstraße („50 von 100. Wege des BURG-Jahrgangs 1965“)
Literatur
- Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 6, 1992, S. 304/305
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 42