Wilfried Zander (Fußballspieler)

Wilfried Zander
Personalia
Geburtstag 3. Juni 1956
Geburtsort Deutschland
Junioren
Jahre Station
Bremerhaven 93
Leher Turnerschaft
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1977–1980 OSC Bremerhaven 52 (8)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Wilfried Zander (* 3. Juni 1956) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Zander begann mit dem Fußballspielen bei Bremerhaven 93, im Alter von zwölf Jahren schloss er sich der Leher Turnerschaft an. Für den Klub debütierte der Stürmer in der viertklassigen Verbandliga Bremen im Erwachsenenbereich. Als 1977 der OSC Bremerhaven nach dem Übertritt des in die 2. Bundesliga aufgestiegenen Bremerhaven 93 im Profifußball antrat und sich in der neuen Spielklasse schwertat, wurde Zander im Herbst des Jahres nachverpflichtet. Am 3. Dezember debütierte er als Einwechselspieler für Vitomir Rogoznica beim 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 unter Spielertrainer Egon Coordes in der zweithöchsten Spielklasse und schwankte im weiteren Saisonverlauf zwischen Startelf und Ersatzbank. 18 Saisoneinsätze konnte er somit in der Spielzeit 1977/78 verbuchen, blieb dabei jedoch ohne eigenen Torerfolg und stieg mit dem Klub wieder in die drittklassige Oberliga Nord ab. Hinter dem OSV Hannover wurde er mit der Mannschaft in der Oberliga-Nord-Saison 1978/79 Vizemeister, damit qualifizierte sich die Mannschaft jedoch für die gegen den Berliner Meister ausgetragenen Aufstiegsspiele. In beiden Duellen gegen Hertha Zehlendorf stand Zander über die komplette Spieldauer auf dem Feld, nach einer 4:5-Auswärtsniederlage reichte ein 1:0-Rückspielerfolg durch einen Treffer Rolf Kaemmers wenige Minuten vor Spielende zum Aufstieg aufgrund der Auswärtstorregel.

Nach dem Wiederaufstieg verpflichtete der OSC Bremerhaven mit Veselin-Bata Tijanic einen neuen Trainer, um professionellere Strukturen zu schaffen. Unter diesem gelang Zander am ersten Spieltag der Spielzeit 1979/80 bei der 2:4-Heimniederlage gegen Hannover 96 mit dem Treffer zum Endstand sein erstes Profitor. Über weite Strecken war er im weiteren Saisonverlauf Stammspieler und acht Saisontore. Nach nach der Trennung von Tijanic im letzten Saisonviertel rückte er unter dem erneut als Spielertrainer einspringenden Coordes ins zweite Glied, kam aber insgesamt dennoch auf 34 Saisoneinsätze. Abermals verpasste der Klub den Klassenerhalt.

Nach dem Abstieg kehrte Zander, der parallel zur Zeit in Bremerhaven mit der Trainerausbildung begonnen hatte, zur Leher Turnerschaft zurück. Dort arbeitete er zeitweise als Spielertrainer. 1984 gewann er mit der Auswahlmannschaft des Bremer Fußball-Verbandes an der Seite von unter anderem Uwe Groothuis, Dirk Lellek und Frank Ordenewitz den Länderpokal, der 3:1-Erfolg über Bayern ist der einzige Titelgewinn Bremens in diese Wettbewerb. Bei einer anschließenden Afrikatournee trat die Auswahlmannschaft als Deutsche Amateurnationalmannschaft an, dabei vertrat Zander Auswahltrainer Heinrich Tünnermann als Spielertrainer.

1990 wechselte der bis dato als Lehrer tätige Zander als hauptberuflicher Verbandstrainer zum Bremer Fußball-Verband. Dort gewann er den mittlerweile nur noch auf Junioren-Ebene ausgetragenen Länderpokal zweimal. Zudem war er für die Traineraus- und -fortbildung zuständig. Parallel arbeitete er zeitweise auch für den DFB und assistierte unter anderem Hans-Jürgen Dörner, Rainer Bonhof, Erich Rutemöller und Dieter Eilts bei diversen deutschen Auswahlmannschaften insbesondere im Juniorenbereich. Zuletzt leitete er parallel zu seiner Bremer Verbandstätigkeit die Nordgruppe des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer, als er 2022 in Ruhestand ging.