Wilfried-Otto Scheffer

Wilfried-Otto Scheffer (* 25. Mai 1939 in Berlin) ist ein Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Scheffer absolvierte 1959 das Abitur und trat im April desselben Jahres beim Panzergrenadierbataillon 163 in der Litzmann-Kaserne in Hamburg in die Bundeswehr ein. 1961 wurde er Leutnant und war Zugführer, Offizier auf Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) und 1966 Kompaniechef.

Von 1970 bis 1972 absolvierte er den 13. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[1] Danach war er Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) im Hauptquartier der Alliierten Landstreitkräfte Schleswig-Holstein und Jütland (LANDJUT) der NATO in Rendsburg, besuchte von 1974 bis 1975 das Command and General Staff College der United States Army in Fort Leavenworth in Kansas in den Vereinigten Staaten, war von 1975 bis 1977 Dozent für Militärpolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, von 1977 bis 1979 Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 23 in Göttingen, von 1979 bis 1981 G 3 der 5. Panzerdivision in Diez, von 1981 bis 1984 zum Auswärtigen Amt kommandiert und Heeresattaché an der Deutschen Botschaft Washington und als Oberst von 1984 bis September 1987 Gruppenleiter für Sicherheitspolitik und militärischer Berater im Bundeskanzleramt in Bonn unter Bundeskanzler Helmut Kohl.

Von 1987 bis 1990 war Scheffer Brigadekommandeur der Panzerbrigade 3 in Nienburg/Weser und wurde 1990 zum Brigadegeneral ernannt. Von Oktober 1990 bis September 1993 war er, als Nachfolger von Eberhard Wetter, Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft Moskau in der Sowjetunion bzw. in Russland. Ihm folgte Gunter Lange nach. Von 1993 bis 1996 war Scheffer Chef des Stabes von LANDJUT in Rendsburg. In seiner letzten Verwendung war er Kommandeur des Bundeswehrkommandos USA und Kanada in Reston in Virginia in den Vereinigten Staaten. Mit Ablauf des September 1999 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Scheffer ist evangelisch, verheiratet und hat vier Kinder.

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1997. 11. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1997, ISBN 3-7637-5970-0, S. 111.
  • Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955–1995 (= Kurt Mehner und Klaus Teuber [Hrsg.]: Schriftenreihe Führung und Truppe. Band 5). Militair-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 978-3-931533-03-8, S. 11, 34, 35, 58, 118.
  • Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 286.

Einzelnachweise

  1. Hansgeorg Model, Jens Prause: Generalstab im Wandel: neue Wege bei der Generalstabsausbildung in der Bundeswehr. Bernard und Graefe, München 1982, ISBN 978-3-7637-5241-6, S. 207.