Wiktor Pawlowitsch Barannikow

Wiktor Pawlowitsch Barannikow (russisch Виктор Павлович Баранников; * 20. Oktober 1940 im Fedossjewka, Bezirk Poscharski, Region Primorje, Sowjetunion; † 21. Juli 1995 in Moskau) war ein russischer Politiker. Er war 1991 sowjetischer Innenminister und von 1992 bis 1993 Minister Russlands.

Werdegang

Er war von September 1990 bis September 1991 Innenminister der Russischen Föderation und nach dem Augustputsch gegen Gorbatschow von August 1991 bis Januar 1992 Innenminister der UdSSR. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde er von Dezember 1991 bis Januar 1992 Minister für Innere Sicherheit und Sicherheit der Russischen Föderation.

Im Januar 1992 war er Generaldirektor des Föderalen Sicherheitsdienstes der Föderation und von Januar 1992 bis Juli 1993 Sicherheitsminister der Russischen Föderation.

Barannikov leitete die Machtübertragung vom Innenministerium an die einzelnen Republiken ein und befahl der Miliz, sich aus dem politischen Chaos in der Hauptstadt herauszuhalten. Ende Juli 1993 wurde er vom Präsidenten entlassen. Als Begründung dienten ein Vorfall mit Grenzschutzkräften an der sowjetisch-afghanischen Grenze und der verschwenderische Lebensstil seiner Frau Ludmila, der die Steuerzahler rund 100.000 US-Dollar kostete.

Während der russischen Verfassungskrise im September/Oktober 1993 versuchte er zwischen Boris Jelzin und der Duma zu vermitteln, die ihn durch seine Ernennung zum Sicherheitsminister auf ihre Seite ziehen wollte. Er wurde festgenommen und mehrere Monate inhaftiert. Kurz nach seiner Freilassung starb er am 22. Juli 1995 an einem Herzinfarkt.