Wijk bij Duurstede

Gemeinde Wijk bij Duurstede

Flagge

Wappen
Staat Niederlande Niederlande

Provinz  Utrecht
Bürgermeister Mirjam van 't Veld (CDA; kommissarisch)[1]
Sitz der Gemeinde Wijk bij Duurstede
Fläche
 – Land
 – Wasser
50,4 km²
47,58 km²
2,82 km²
CBS-Code 0352
Einwohner 23.826 (1. Jan. 2025[2])
Bevölkerungsdichte 473 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 59′ N, 5° 21′ O
Bedeutender Verkehrsweg
Vorwahl 0343
Postleitzahlen 3945, 3947, 3960–3962
Website wijkbijduurstede.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Wijk bij Duurstede (anhören) ist eine Gemeinde und eine Stadt im Süden der Provinz Utrecht. Wijk bij Duurstede hat 23.826 Einwohner (Stand 1. Januar 2025). Zur Gemeinde gehören die Dörfer Cothen (3320 Einwohner) und Langbroek (südlich von Driebergen, Gemeinde Utrechtse Heuvelrug, 2525 Einwohner).[3]

Lage und Wirtschaft

Wijk bij Duurstede liegt am Amsterdam-Rhein-Kanal und am Nederrijn. Der Nederrijn teilt sich hier auf: im weiteren Verlauf sind dies der Lek und der Kromme Rijn.
Siehe auch: auf der Landkarte „Verlauf des Lek“ in der Vergrößerung ganz rechts: Wijk bij Duurstede und die genannten Gewässer.

Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden Houten, Bunnik, Utrechtse Heuvelrug und Buren (Gelderland). Wirtschaftlich von Bedeutung sind der Acker- und Obstbau, etwas Tourismus und eine Backstein- und Betonfabrik.

Geschichte

Im Frühmittelalter lag an der Stelle von Wijk bij Duurstede die bedeutende Handelsstadt Dorestad. Nach deren Untergang im 9. Jahrhundert verödete das Gebiet. Ein Ritter namens Zweder van Abcoude ließ hier im 13. Jahrhundert einen Wohnturm bauen. In Erinnerung an Dorestad nannte er das Gebäude Duurstede. Darumherum entwickelte sich eine Siedlung, die 1300 das Stadtrecht erhielt. Von 1399 bis 1405 ließ Friedrich von Blankenheim das Kloster Maria Magdalena[4] errichten und besiedelte es mit Schwestern aus dem Kloster Schönensteinbach.

Das neue Schloss Duurstede wurde im 15. Jahrhundert bewohnt vom einflussreichen David von Burgund (* 1427; † 1496), der damals Fürstbischof von Utrecht und damit auch der weltliche Landesherr war. Das Schloss kam nach der Reformation in die Hände der Staaten von Utrecht und wurde, als die Franzosen im Jahr 1672 das Städtchen bei einem Kriegszug zerstörten, von den Einwohnern Wijks bis auf zwei starke Türme geschleift; sie benutzten die Steine für den Wiederaufbau ihrer Häuser.

Bis heute ist Wijk ein ruhiges, etwas „abseits“ gelegenes Provinzstädtchen.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Altstadt, mit ihren alten Häusern, der Großen Kirche aus dem 14. bis 15. Jahrhundert und dem Tor auf dem Deich mit Windmühle. Die Mühle auf dem Bild von Ruisdael stand an einer anderen Stelle als die heutige Windmühle.
  • Der Yachthafen mit Blick auf die Mühle und den historischen Stadtkern liegt an der Mündung des Rheins in die lek. Gegen die historischen Stadtmauer.
  • Das Museum Dorestad (Heimatmuseum), mit wichtigen Exponaten aus den Ruinen von Dorestad; dazu kleine Wechselausstellungen; nur nachmittags geöffnet
  • Die Umgebung von Langbroek ist reich an kleinen Lustschlössern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert; zum Huis Doorn (siehe: Utrechtse Heuvelrug) besteht ein Radweg
  • Die Ruine des Schlosses mit den beiden mächtigen Türmen (ein runder, sog. Donjon und ein viereckiger Turm sind erhalten geblieben) wurde 1852 vom berühmten Landschaftsarchitekten Jan David Zocher in eine Parkanlage integriert; Teile der Ruine sind restauriert worden. Hier gibt es auch ein „Partyzentrum“ (Räumlichkeiten für Veranstaltungen).

Politik

Das lokale Wählerbündnis SamenWerkt konnte bei seiner ersten Teilnahme auf Anhieb mehr als ein Fünftel aller Stimmen auf sich vereinen und damit die Kommunalwahl im Jahr 2022 für sich entscheiden.

Gemeinderat

Kommunalwahl am 16. März 2022[5]
Wahlbeteiligung: 57,03 %
 %
30
20
10
0
23,60
15,37
12,73
12,63
10,06
9,37
8,37
7,88
SWa
BBc
PCGf
Sonst.h
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
+23,60
−3,54
−2,82
+3,07
−4,25
−4,51
+0,39
−11,93
SW
BB
PCG
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a SamenWerkt
c BurgerBelangen
f Protestant-Christelijke Groepering
h Duurstede voor Democratie 7,88 % (+7,88 %), GroenLinks 0 % (–16,01 %), PvdA 0 % (–3,80 %)
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

In Wijk bij Duurstede besteht der Gemeinderat seit 1982 in folgenden Konstellationen:

Partei Sitze[5] a
1982 1986 1990 1994 1995 b 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022
SamenWerkt c 5
VVD 4 3 2 3 5 5 5 3 4 3 4 3
BurgerBelangen d 1 3 1 1 1 3 3
CDA 5 5 4 3 4 3 4 3 3 2 2 2
SP 3 3 5 3 2
Protestant-Christelijke Groepering 1 2 1 2 2 2 3 2
D66 1 2 3 2 1 1 0 1 2 1 1
Duurstede voor Democratie 1
GroenLinks c 1 5 5 4 4 3 3 3 3
PvdA c 3 4 3 2 2 3 2 4 2 1 0
Wijks Belang 4 2 1
PSP 1 1
PPR
Gemeentebelangen 1
Gesamt 15 15 17 17 19 19 19 19 19 19 19 19
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Aufgrund der Eingemeindung von Cothen und Langbroek zum 1. Januar 1996 fand eine außerplanmäßige Kommunalwahl im Jahre 1995 statt.
c 
Bei SamenWerkt handelt es sich um ein Bündnis der örtlichen GroenLinks- sowie PvdA-Fraktionen und der Lokalpartei Open.
d 
Die Lokalpartei BurgerBelangen kandidierte im Jahr 2018 unter dem Namen WijkNU, bei den Wahlen 2010 und 2014 führte sie den Namen Burger Belangen Nu, davor trug sie den Namen Burger Belangen ’96.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

  • Rie Lips-Odinot (1908–1998), Widerstandskämpferin und Parlamentsabgeordnete

Literatur

Commons: Wijk bij Duurstede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mirjam van ’t Veld waarnemend burgemeester Wijk bij Duurstede. In: provincie-utrecht.nl. Provincie Utrecht, 4. September 2025, abgerufen am 11. September 2025 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2025, abgerufen am 1. März 2025 (niederländisch).
  3. Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 14. Oktober 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024.
  4. Webseite über das ehemalige Kloster (Memento vom 7. Dezember 2013 im Internet Archive)
  5. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022, abgerufen am 3. Januar 2026 (niederländisch)