Wiesenviertel (München)

Das Wiesenviertel in München ist laut Bayerischer Denkmalliste ein denkmalgeschütztes Ensemble in der Ludwigsvorstadt (Aktennummer: E-1-62-000-67). Es umfasst im Westen die Theresienwiese, die Bronzestatue der Bavaria, die Ruhmeshalle und den anschließendem Bavariapark (auch Ausstellungspark genannt) sowie im Osten die Villenbebauung im Gebiet zwischen Schwanthalerhöhe, St.-Paul-Straße, Pettenkoferstraße, Goethestraße bis Goetheplatz sowie von der Lindwurmstraße bis zur Poccistraße.[1]

Das Wiesenviertel erstreckt sich also im Wesentlichen vom Stadtteil Sendling bis zum Rand der Theresienhöhe. Die dortigen Villen wurden ab etwa 1880 gebaut und bilden eines der ältesten Villenquartiere Münchens. Als Spätform einer geometrisch angewandten Stadterweiterung, bei der eine vornehme, villenartige Miets- und Wohnhausbebauung in offener Bauweise mit einem dreieckigen Blocksystem kombiniert wurde und als Villenquartier, das auf den Freibereich die traditionsreiche Festwiese des Oktoberfests bezogen ist, bildet das Wiesenviertel eine städtebauliche Besonderheit in München.[2] Unmittelbar am östlichen Rand der Festwiese liegt der Bavariaring.

Im Wiesenviertel gibt es zahlreiche Straßen, die nach Dichtern (z. B. Goethestraße, Lessingstraße, Rückertstraße) sowie nach Komponisten (z. B. Mozartstraße, Schubertstraße) benannt sind; die östlich der Goethestraße liegende Schillerstraße gehört jedoch nicht zum Ensemble.

Einzelnachweise

  1. Wiesenviertel im DenkmalAtlas
  2. Wiesenviertel - ,Theresienwiese. Abgerufen am 11. Januar 2021.