Wiesława Ziółkowska

Wiesława Ziółkowska (* 21. Mai 1950 in Posen) ist eine polnische Politikerin (PZPR, PUS, WUS, UP). Von 1989 bis 1997 gehörte sie dem Sejm in der X. (Volksrepublik), I. und II. (Dritte Republik) Wahlperiode an. Von 1998 bis 2004 gehörte sie dem Rat für Geldpolitik an.

Leben und Beruf

Ziółkowska schloss 1973 ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Poznań ab. 1976 wurde sie promoviert und 1990 habilitierte sie sich. Sie war außerordentliche Professorin an der Bankfachschule in Posen. Sie veröffentlichte diverse Artikel im Bereich Wirtschaftspolitik und Finanzen.

Politik

Ziółkowska war Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR). Für diese wurde sie bei den halbfreien Wahlen zum „Vertragssejm“ 1989 auf einem der Plätze, die für die bisherigen Regierungsparteien reserviert waren, in das Parlament gewählt.[1] Im Sejm war sie stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftspolitik, Haushalt und Finanzen. Nach einiger Zeit trat sie der kurzlebigen Polska Unia Socjaldemokratyczna und nach deren Auflösung der regionalen Wielkopolska Unia Socjaldemokratyczna (WUS) bei. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde sie als Vertreterin der WUS auf der Liste „Wielkopolsce i Polsce“ erneut in den Sejm gewählt.[2] Nach dem Zusammenschluss der WUS mit der Solidarność Pracy und der Ruch Demokratyczno-Społeczny zur Unia Pracy (UP) wurde sie deren Mitglied. Sie wurde eine der drei Vorsitzenden der UP (neben Ryszard Bugaj und Zbigniew Bujak). Für die UP wurde sie 1993 wiederum zur Abgeordneten gewählt.[3] Auch bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte sie erneut, wurde aber nicht gewählt, da die UP mit 4,7 % der Stimmen an der 5-%-Hürde scheiterte.[4] Von 1998 bis 2004 gehörte sie dem Rat für Geldpolitik an. Bei der Europawahl 2004 kandidierte sie auf der gemeinsamen Liste von UP und Sojusz Lewicy Demokratycznej, wurde aber nicht gewählt.[5]

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Ergebnis in Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 347.
  2. Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 461.
  3. Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 710.
  4. Ergebnis in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1238.
  5. Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9603.
  6. Eintrag auf bs.sejm.gov.pl, abgerufen am 16. Oktober 2025.