What’s Up?

What’s Up?
4 Non Blondes
Veröffentlichung 13. Oktober 1992 (Album)
11. Juni 1993 (Single)
Länge 4:55 (Albumversion)
4:15 (Radioversion)
Genre(s) Alternative Rock
Autor(en) Linda Perry
Produktion David Tickle
Label Interscope Records
Album Bigger, Better, Faster, More!

What’s Up? (englisch für „Was ist los?“) ist ein Lied der US-amerikanischen Rockband 4 Non Blondes, das im Oktober 1992 erschien und im Folgejahr als Single zum Millionenseller und Nummer-eins-Hit avancierte.

Entstehung und Veröffentlichung

Das Lied wurde von Linda Perry getextet und komponiert, der Frontfrau von den 4 Non Blondes. Für die Produktion zeichnete David Tickle verantwortlich.[1]

Die Erstveröffentlichung von What’s Up? erfolgte am 13. Oktober 1992 bei Interscope Records, als Teil von Bigger, Better, Faster, More! (Katalognummer: 7567-92112-2), dem einzigen Album der Band. Am 11. Juni 1993 erschien das Lied als zweite Singleauskopplung aus dem Album. Diese erschien als 7″-Single mit einer Pianoversion als B-Seite (Katalognummer: 7567-98412-7) sowie als CD-Maxi-Single, die um einen Remix sowie dem Titel Train erweitert wurde (Katalognummer: 7567-96040-2).[1]

Inhalt

Das im Wesentlichen mit drei Akkorden harmonisierte Lied mit dem Text und der Musik von Linda Perry[2] beschreibt die Unzufriedenheit eines Menschen mit den gegenwärtigen Zuständen: 25 years and my life is still tryin' to get up that great big hill of hope for a destination (Ich bin jetzt 25 und versuche noch immer, den großen Hügel der Hoffnung mit einem Ziel zu erklimmen).

Zwar fand er bereits heraus, dass die Welt aus der Brüderschaft aller Menschen besteht (wie auch immer diese zu deuten ist), aber er kommt keinen Schritt weiter. Stattdessen wird er von dunklen Gedanken geplagt, die ihn unablässig verfolgen und immer wieder zum Weinen bringen, wenn er, auf dem Bett liegend, darüber sinniert: And so I cry sometimes when I'm lying in bed just to get it all out what's in my head.

Seine Verzweiflung über die herrschenden Verhältnisse erinnern an die Motivationen der religiös-sozialen Bewegung, wenn es etwa heißt: And I pray, oh my God, do I pray. I pray every single day for a revolution (Und ich bete, oh mein Gott, wie ich bete. Ich bete jeden einzelnen Tag für eine Revolution).

Musikvideo

Das dazugehörige Musikvideo entstand unter der Regie von Morgan Lawley.[3] Im Februar 2011 auf der Videoplattform YouTube hochgeladen, zählte es bis Dezember 2025 über zwei Milliarden Aufrufe.[4]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

What’s Up? erreichte in Deutschland die Chartspitze der Singlecharts und konnte sich als Sommerhit des Jahres 1993 zehn Wochen an ebendieser sowie 19 Wochen in den Top 10 und 29 Wochen in den Charts platzieren.[5] Neben den Singlecharts konnte sich What’s Up? für sechs Wochen auch an der Chartspitze der deutschen Airplaycharts platzieren.[6] Des Weiteren erreichte die Single ebenfalls die Chartspitze in Österreich[1] und der Schweiz[7] sowie Rang zwei im Vereinigten Königreich und Rang 14 in den Vereinigten Staaten.[8][9]

In allen fünf Ländern war What’s Up? der erste Charthit der Band; in den Vereinigten Staaten zugleich der Einzige. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich erreichte die Nachfolgesingle Spaceman ebenfalls die Charts, allerdings nicht so erfolgreich wie What’s Up?

Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[5]1 (29 Wo.)29
 Österreich (Ö3)[1]1 (24 Wo.)24
 Schweiz (IFPI)[7]1 (34 Wo.)34
 Vereinigte Staaten (Billboard)[9]14 (26 Wo.)26
 Vereinigtes Königreich (OCC)[8]2 (17 Wo.)17
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1993)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[10]3
 Österreich (Ö3)[10]1
 Schweiz (IFPI)[10]5
 Vereinigte Staaten (Billboard)[11]50
 Vereinigtes Königreich (OCC)[12]21

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Den Schallplattenauszeichnungen zufolge verkaufte sich die Single weltweit über 3,4 Millionen Mal, wofür es vier Mal Gold sowie zwölf Mal Platin gab. Die Single verkaufte sich alleine im Jahr seiner Veröffentlichung in Deutschland über eine Million Mal, womit es zu den meistverkauften Singles des Landes der 1990er-Jahre zählt.[13]

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[14] Platin70.000
 Brasilien (PMB)[15] Gold30.000
 Dänemark (IFPI)[16] Platin90.000
 Deutschland (BVMI)[17] 2× Platin1.000.000
 Italien (FIMI)[18] Platin50.000
 Neuseeland (RMNZ)[19] 4× Platin120.000
 Niederlande (NVPI)[20] Platin75.000
 Österreich (IFPI)[21] Platin50.000
 Schweden (IFPI)[22] Gold25.000
 Vereinigte Staaten (RIAA)[23][24] Gold700.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[25] 2× Platin1.200.000
Insgesamt 3× Gold
13× Platin
3.410.000

Coverversionen

Das Lied wurde unter anderem von Pink[26] und Playing for Change[27] sowie von DJ Miko gecovert. 2009 erschien von Ina Müller auf ihrem Album Die Schallplatte – nied opleggt eine plattdeutsche Version unter dem Titel Buten Kluten. 2010 erreichte eine Coverversion des Liedes mit dem Titel HEYYEYAAEYAAAEYAEYAA von SLACKCiRCUS auf YouTube hohe Popularität unter der Internetcommunity. Das Video selbst, welches nach zehn Jahren mehr als 176 Millionen Aufrufe verzeichnet, zeigt Szenen von He-Man.[28] 2011 brachte Antonia aus Tirol den Song inhaltlich entfremdet auf Deutsch mit dem Titel Hey was geht ab heraus;[29] 2018 folgte ein Cover dieser Version der Draufgänger; 2020 veröffentlichte Roland Kadan auf YouTube eine Version in lateinischer Sprache.[30] Im selben Jahr veröffentlichte Soap&Skin unter dem Titel What’s Going On eine Version des Liedes.[31] Am 2. Juli 2021 veröffentlichte die schottische Singer-/Songwriterin Amy Macdonald eine Coverversion des Songs als Single.[32]

Einzelnachweise

  1. a b c d 4 Non Blondes – What’s Up? In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  2. Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book 2. Gerig, 1996, ISBN 3-87252-250-7, S. 13–18 8 (4 Non Blondes. What's Up).
  3. 4 Non Blondes: What’s Up? Internet Movie Database, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  4. 4 Non Blondes: What's Up? auf YouTube
  5. a b 4 Non Blondes – What’s Up? In: offiziellecharts.de. GfK Entertainment, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  6. Oldiefan50: Deutsche Airplaycharts. In: germancharts.de. 28. Dezember 2020, abgerufen am 10. Januar 2021.
  7. a b 4 Non Blondes – What’s Up? In: hitparade.ch. Hung Medien, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  8. a b 4 Non Blondes – What’s Up? In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 27. Dezember 2025 (englisch).
  9. a b 4 Non Blondes. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 27. Dezember 2025 (englisch).
  10. a b c Jahrescharts: DE AT CH
  11. Jahrescharts 1993 in den USA. In: longboredsurfer.com. Abgerufen am 4. November 2024 (englisch).
  12. Jahrescharts in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 4. November 2024 (englisch).
  13. Gold-/Platin-Datenbank. In: musikindustrie.de. BVMI, 1993, abgerufen am 30. Juni 2020.
  14. ARIA Charts – ARIA Top 50 Singles for 1993. Australian Recording Industry Association, abgerufen am 6. Dezember 2023 (englisch).
  15. Certificados. pro-musicabr.org.br, abgerufen am 6. Dezember 2023.
  16. Certificeringer. In: ifpi.dk. Abgerufen am 11. Dezember 2025 (dänisch).
  17. Gold-/Platin-Datenbank. In: musikindustrie.de. Abgerufen am 4. November 2024.
  18. Dati della certificazione richiesta: 4 Non Blondes – What’s Up? Federazione Industria Musicale Italiana, abgerufen am 13. August 2021 (italienisch).
  19. Single Certification Search. In: radioscope.co.nz. Abgerufen am 3. Oktober 2025 (englisch).
  20. Goud/Platina. Nederlandse Vereniging van Producenten en Importeurs van beeld- en geluidsdragers, abgerufen am 13. August 2021 (niederländisch).
  21. Auszeichnungen Archiv – Gold & Platin: 4 Non Blondes. IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft, abgerufen am 13. August 2021.
  22. Guld- och Platinacertifikat – År 1987–1998. (PDF) IFPI Schweden, archiviert vom Original am 16. Juni 2011; abgerufen am 13. August 2021 (schwedisch).
  23. Gold & Platinum: 4 Non Blondes – RIAA. Recording Industry Association of America, abgerufen am 13. August 2021 (englisch).
  24. Billboard’s Best-Selling Records of 1993. (PDF) Billboard, 15. Januar 1994, S. 73, abgerufen am 13. August 2021 (englisch).
  25. BRIT Certified – Certified Awards Search: 4 Non Blondes – What’s Up? British Phonographic Industry, abgerufen am 21. November 2025 (englisch).
  26. P!nk: What′s Up? auf YouTube
  27. Playing for Change: What′s Up? auf YouTube
  28. HEYYEYAAEYAAAEYAEYAA. Abgerufen am 28. Oktober 2023 (deutsch).
  29. Antonia aus Tirol präsentiert ihre neue Hit Single- Hey was geht ab - Whats up. Abgerufen am 26. November 2023.
  30. Roland Kadan: Quidnam hic fit? Abgerufen am 4. Februar 2021 (Latein).
  31. Der Song zum Sonntag: Soap&Skin - „What’s Going On“ auf fm4.orf.at vom 22. März 2020, abgerufen am 18. Oktober 2023
  32. Amy Macdonald: Amy Macdonald - What’s Up? (Amazon Original) (Official Video). 2. Juli 2021, abgerufen am 19. Dezember 2025.