Werner Schroth
Werner Schroth (* 5. September 1928 in Chemnitz; † 16. Juni 2012 in Leipzig) war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer (Organische Chemie) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Werdegang
Schroth studierte an der Universität Leipzig Chemie. Betreuer seiner Dissertation (Die Chemie des 2-Indanons als Grundlage für Azulenoid-Synthesen) war Wilhelm Treibs. Schroth blieb in Leipzig am Institut für Organische Chemie und wirkte dort als Oberassistent. Er habilitierte sich 1966 mit der Arbeit Ringschlußreaktionen mit 1,4-Dihalogenbut-2-enen: Synthesen und Reaktionen von En-bis-thiolen. Damit erschloss er zugleich ein für den Komplexchemiker Eberhard Hoyer und dessen Mitarbeiter außerordentlich ertragreiches Neuland. 1966 wurde Werner Schroth Hochschuldozent für Organische Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 1970 folgte an gleicher Wirkungsstätte eine Berufung auf eine ordentliche Professur. Im Rahmen der Neuordnung der Universitäten und Hochschulen der ehemaligen DDR wurde Schroth 1993 C4-Professor neuen Rechts. 1995 trat er in den Altersruhestand.[1]
Mit seinen Forschungen gehörte Werner Schroth zu den herausragenden, international anerkannten Chemikern auf dem Gebiet der Organischen Chemie.[1] Seine akademischen Schüler (u. a. Frank Billing, Gerhard Fischer und Gunther Spitzner) wirkten erfolgreich in seinem Sinne weiter. Erfolgreiche wissenschaftliche Kooperationen pflegte Schroth mit Rainer Herzschuh, Rhett Kempe, Erich Kleinpeter und Adolf Zschunke. Noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands war Schroth 1988/89 als Gastprofessor an der Université de Louvain-la-Neuve tätig.[1]
Publikationen
Seine Forschungsresultate beschrieb Werner Schroth in 208 Publikationen und 25 Patenten.[1]
Auszeichnungen
- August-Kekulé-Medaille (1980) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)[1]
- Mitglied der Leopoldina[1]