Werner Schandor
Werner Schandor (* 11. März 1967 in Fürstenfeld) ist ein österreichischer Schriftsteller und Publizist. Er lebt als Autor, Texter und Dozent in Graz.[1]
Leben
Werner Schandor studierte an der Universität Graz Germanistik und Erziehungswissenschaften. Von 1997 bis 1999 verantwortete er gemeinsam mit dem Dramatiker Robert Wolf das Literaturprogramm des Kunstvereins Forum Stadtpark in Graz.[2]
1998 gründete Schandor das Feuilletonmagazin ‘‘schreibkraft‘‘, als dessen Herausgeber er bis 2016 fungierte.[3] Zudem trat er als Rezensent unter anderem für die Wochenzeitung Falter und die Wiener Zeitung in Erscheinung. 1999 erschien sein erster Roman, „Glücksfall“, für den er 2000 den Literaturförderungspreis der Stadt Graz erhielt.[4] Schandor veröffentlichte neben Romanen und Kurzprosa auch Essays und ist Autor des Reiseführers Steirisches Wein- und Hügelland (Falter Verlag, 2010). In seinen literarischen Arbeiten „ist es die Sprache, die Arbeit mit und die Kritik an der Sprache, die im Mittelpunkt seines schreibenden Tuns steht“, heißt es in einem Porträt über den Autor.[5] In den 2000er Jahren kuratierte er mehrere Literaturveranstaltungen, darunter das Literatur-Börsenspiel www.literaturboerse.com im Steirischen Herbst 2001 (gemeinsam mit Redaktionskollegen der Zeitschrift „schreibkraft“),[6] die Wolf-Haas-Tage „Brennermania“ im Steirischen Herbst 2003[7] sowie 2008 das Projekt „Reader in Residence. Erstes europäisches Lese-Stipendium“ anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Zeitschrift schreibkraft.[8]
Von 2001 bis 2023 hatte Schandor Lehraufträge für journalistisches Schreiben und Storytelling an der FH Joanneum inne. Seit 2007 leitet er Lehrveranstaltungen für kreatives Schreiben am Institut für Germanistik der Universität Graz.[9]
Werke
Monografien (Auswahl)
- Glücksfall. Roman. Resistenz Verlag, Linz–Wien 1999. ISBN 3-85285-025-8.
- plastik. masken. kryptichon. Gedichte. Das fröhliche Wohnzimmer-Edition, Wien 2000. ISBN 978-3-900956-49-3.
- Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen. Roman. Kitab Verlag, Klagenfurt–Wien 2005. ISBN 3-902005-45-9
- Mein kleines, lumpiges Leben. Ein letzter Roman von E. E. Witz. Roman. Edition Kürbis, Wies 2007. ISBN 978-3-900965-30-3.
- Ruby lebt. Kurze Geschichten. Edition Kürbis, Wies 2011. ISBN 978-3-900965-44-0.
- Steirisches Wein- und Hügelland. Kultur, Natur, Ausflüge, Wanderungen, Radtouren und kulinarische Ziele .... 2. Auflage. Falter Verlag, Wien 2017 (= Falters Feine Reiseführer Bd. 5). ISBN 978-3-85439-607-9.
- Wie ich ein schlechter Buddhist wurde. Essays, Glossen und Polemiken. Edition Keiper, Graz 2020. ISBN 3-903322-05-9
- Flüchtiges Spiel. Roman. Edition Keiper 2025. ISBN 978-3-903575-41-7.
Beiträge in Anthologien (Auswahl)
- Mehrere Beiträge in: Die Steiermark. Eine Landvermessung. Hrsg. Herwig Hösele und Manfred Prisching. Brandstätter, Wien 2018. ISBN 978-3-7106-0271-9.
- Eine rosa Brille für Steve. In: Funkenschläge. Eine literarische Betrachtung traditioneller Feste in China und Österreich. Hg. Luise Kloos und Daniela Unger-Ullmann. Edition Keiper, Graz 2014. ISBN 978-3-902901-64-4.
- Untawegs in Füastnföld. In: Christian Strassegger: Eaststyrian Roadside Attractions Hg. Christian Strassegger und Günther Friesinger. Edition mono / monochrom, Wien 2014. ISBN 978-3902796226
- Superhirne unterm Steirerhut. Verstreute Beobachtungen zur Steiermark. In: Architektur. Landschaft – Architekturjahrbuch Graz Steiermark 2013. HDA (Haus der Architektur), 2014 (Bilingue). ISBN z. B. 978-3-990436-33-2 (Ausg.).
- Das südsteirische Elysium. In: LOISIUM Südsteiermark. In touch with wine and architecture. Hatje Cantz, Ostfildern 2013. ISBN 978-3-7757-3671-8.
- Die Freiheit des Herzens. In: citybooks Graz. Hg. Next – Verein für zeitgenössische Kunst / edition keiper; deBuren (Kooperation). Graz / Brüssel 2012. ISBN 978-3-950334-36-4.
Weblinks
- Autorenseite von Werner Schandor
- Werner Schandor bei Literaturport
- Schreibkraft: Über uns
Einzelnachweise
- ↑ Literaturport: Werner Schandor
- ↑ Christine Riegler: Forum Stadtpark. Die Grazer Avantgarde von 1960 bis heute. Böhlau, Wien 2002, S. 160.
- ↑ Schreibkraft: Über uns (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Kulturamt der Stadt Graz: Literaturförderungspreis der Stadt Graz (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Reihe Artfaces, Kulturportal des Landes Steiermark: Der Textarbeiter als literarischer Anarchist (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Steirischer Herbst 2001: Literatur-Börsenspiel (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Steirischer Herbst 2003: Brennermania (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Kultur Graz: Werner Schandor (abgerufen am 15. September 2025).
- ↑ Textbox / Werner Schandor: Über mich (abgerufen am 5. November 2025).