Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin
Zum Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin treffen sich jährlich am 23. Dezember Fans und Freunde des 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Das Weihnachtssingen findet seit 2003 statt. Mit 28.500 Teilnehmern (2025) kommt beim Weihnachtssingen von Union der „inzwischen berühmteste Weihnachtschor Deutschlands“ zusammen.[1]
Geschichte
2003 hatten sich 89 Mitglieder des Fanclubs „Alt-Unioner“ heimlich zum ersten Weihnachtssingen im Stadion getroffen, um nach sportlich enttäuschender Hinrunde das Jahr gemeinsam zu beschließen. Seither hat sich das Weihnachtssingen zu einer Großveranstaltung entwickelt, die seit 2012 auch die Nutzung des Stadioninnenraums für die Zuschauer und Sänger erforderlich macht.
Wegen des Stadionumbaus musste das Weihnachtssingen 2008 vor das Rathaus Köpenick verlegt werden.
Seit 2014 werden aufgrund der hohen Nachfrage für das Weihnachtssingen Eintrittskarten verkauft, da bei zuvor freiem Eintritt die Kapazitätsgrenze erreicht worden war. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf kommen der Jugendarbeit von Union zugute.[2]
Aufgrund der COVID-19-Pandemie konnte das Weihnachtssingen 2020 und 2021[3] nicht durchgeführt werden. 2020 konnten die Fans stattdessen ein „Weihnachtssingen-Paket“ für zu Hause kaufen, und das Singen von 2019 wurde über den vereinseigenen Webkanal ausgestrahlt. Zusätzlich sendet der RBB eine Sendung mit den schönsten Liedern der Vorjahre.[4]
Programm
Musikalische Unterstützung beim Weihnachtssingen leistet der Schulchor des Emmy-Noether-Gymnasiums Köpenick. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist außerdem das Verlesen der Weihnachtsgeschichte durch einen Köpenicker Pfarrer.[5][6]
Resonanz
Das als Geheimtreffen gestartete, inzwischen als „Tradition“ bezeichnete Weihnachtssingen gilt als wichtiger Teil der Identität des 1. FC Union,[7] auch in internationaler Wahrnehmung.[8]
Das Weihnachtssingen im Stadion hat Nachahmer in vielen anderen deutschen Städten gefunden (u. a. in Köln, Aachen, Gelsenkirchen, Dresden oder Mannheim[9]).[10]
Seit 2022[11] wird das Weihnachtssingen im RBB-Fernsehen zeitversetzt ausgestrahlt.
Weblinks
- Fankalender: Weihnachtssingen, Informationen auf der Website des 1. FC Union Berlin
Einzelnachweise
- ↑ 1. FC Union Berlin: Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Dezember 2015, abgerufen am 23. Dezember 2016.
- ↑ Alte Försterei – Union will Eintritt fürs Adventssingen ( vom 23. Dezember 2016 im Internet Archive), Rundfunk Berlin-Brandenburg, 29. Oktober 2014, abgerufen am 23. Dezember 2016.
- ↑ Wieder kein Weihnachtssingen bei Union Berlin. In: Welt. 30. November 2021, abgerufen am 7. September 2022.
- ↑ Union Berlin geht neue Wege beim Weihnachtssingen. In: sport.de. 1. Dezember 2020, abgerufen am 7. September 2022.
- ↑ Lothar Heinke: 28.500 Fans treffen sich zum Weihnachtssingen, Tagesspiegel, 22. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
- ↑ Weihnachtssingen - Alle Jahre Wieder, Homepage 1. FC Union, abgerufen am 23. Dezember 2022
- ↑ Hendrik Buchheister: Weihnachten bei Union Berlin: Wenn eiserne Kerle „Stille Nacht“ singen, Spiegel Online, 23. Dezember 2014, abgerufen am 23. Dezember 2016.
- ↑ Erik Jullander: FC Union Berlin: a remarkable club with their very own Christmas tradition The Guardian, 20. Dezember 2012, abgerufen am 23. Dezember 2016
- ↑ Stadionsingen | SV Waldhof Mannheim 07. Abgerufen am 17. November 2024 (deutsch).
- ↑ Union als Vorbild. Wie das Weihnachtssingen von Köpenick andere Städte eroberte, BZ-Online, 22. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
- ↑ Union-Weihnachtssingen an der Alten Försterei, rbb24.de, abgerufen am 23. Dezember 2022