Weißbauch-Honigfresser

Weißbauch-Honigfresser

Weißbauch-Honigfresser (Gliciphila notabilis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Überfamilie: Meliphagoidea
Familie: Honigfresser (Meliphagidae)
Gattung: Gliciphila
Art: Weißbauch-Honigfresser
Wissenschaftlicher Name
Gliciphila notabilis
Sharpe, 1899

Der Weißbauch-Honigfresser (Gliciphila notabilis, Synonym: Glycifohia notabilis) ist ein endemisch im Inselstaat Vanuatu vorkommender Singvogel aus der Familie der Honigfresser (Meliphagidae).

Merkmale

Weißbauch-Honigfresser erreichen eine Größe von 19 bis 23 Zentimetern. Das Obergefieder einschließlich der Flügel ist überwiegend dunkelbraun, das Gesicht graubraun. Die Unterseite ist weißlich und mit einigen bräunlichen Streifen durchzogen. Farblich ähneln sich die Geschlechter, die Weibchen sind geringfügig kleiner als die Männchen.[1] Der schwarzgraue Schnabel ist lang und nach unten gebogen.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum

Der Weißbauch-Honigfresser kommt auf mehreren Inseln des Inselstaats Vanuatu in flachen oder bergigen Waldgebieten vor. Es werden zwei Unterarten geführt:[1]

Lebensweise

Weißbauch-Honigfresser leben üblicherweise monogam, lediglich während der Brut bilden sich Paare. Sie ernähren sich hauptsächlich von Nektar, den sie von einheimischen Blütenpflanzen und Bäumen sammeln. Die Vögel spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung, indem sie von Blüte zu Blüte fliegen. Neben Nektar fressen sie auch verschiedene Insekten, die das für die Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen notwendige Protein liefern. Während der Brutzeit, wenn der Proteinbedarf hoch ist, greifen sie vermehrt auf Insekten zurück. Früchte und Samen werden nur dann gelegentlich gefressen, wenn andere bevorzugte Nahrungsquellen spärlich sind.

Die Honigfresser bauen ihre Nester gern in Astgabeln von Bäumen oder dichten Sträuchern. Die napfförmigen Nester bestehen hauptsächlich aus Gräsern, Blättern und weichen Fasern. Mit Federn werden sie ausgekleidet. Pro Brutsaison legt das Weibchen zwei bis drei Eier. Diese werden etwa zwei Wochen lang bebrütet, wobei die Brutpflege hauptsächlich vom Weibchen übernommen wird. Sobald die Küken schlüpfen, teilen sich beide Elternteile die Fütterung und deren Schutz. Die Küken werden nach etwa drei Wochen flügge, bleiben aber noch mehrere Wochen auf die Nahrung und den Schutz ihrer Eltern angewiesen und erlernen dabei wichtige Überlebensfähigkeiten, die für die Unabhängigkeit notwendig sind.[2]

Bestand und Gefährdung

Der Weißbauch-Honigfresser bildet auf den Inseln Vanuatus stabile Populationen, weshalb er von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt wird.[3]

Literatur

  • Higgins, P. J., L. Christidis, and H. Ford: Vanuatu Honeyeater (Gliciphila notabilis) , version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020

Einzelnachweise

  1. a b Higgins, P. J., L. Christidis, and H. Ford: Vanuatu Honeyeater (Gliciphila notabilis) , version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
  2. Vanuatu Honeyeater, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA
  3. Vanuatu Honeyeater, auf iucnredlist.org, eingesehen am 5. Dezember 2025