Wehrmachtslokomotive WR 220
| Wehrmachtslokomotiven WR 220 B und C DB-Baureihe V 22 Umbau: DB-Baureihe V 20 051–060 DB-Baureihe 270 051–059 | |
|---|---|
| Anzahl: | 14 von der DB übernommen |
| Hersteller: | DWK |
| Baujahr(e): | 1938–1943 |
| Ausmusterung: | 1980 |
| Achsformel: | B, C |
| Bauart: | B dm, C dm |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 7.700 mm |
| Höhe: | 3.620 mm |
| Breite: | 3.070 mm |
| Fester Radstand: | 2.900 mm |
| Dienstmasse: | 31 t (Zweiachser) |
| Radsatzfahrmasse: | 15,5 t (Zweiachser) |
| Höchstgeschwindigkeit: | 40 km/h, nach Umbau 55 km/h |
| Installierte Leistung: | 161 kW nach Umbau 147 kW |
| Treibraddurchmesser: | 950 mm (Zweiachser) 900 mm (Dreiachser) |
| Motorentyp: | DWK 6 M 241 |
| Motorbauart: | 6-Zylinder-Motor |
| Tankinhalt: | 300 l |
Die Wehrmachtsdiesellokomotiven des Typs WR 220 waren Rangierlokomotiven für die deutsche Luftwaffe. Der Typ WR 220 B hatte zwei Achsen, der Typ WR 220 C drei. Hersteller beider Ausführungen waren die Deutschen Werke Kiel (DWK).
Abweichend von der Einheits-Rangierdiesellokomotiven des Typs WR 200 B 14 (später V 20) waren die WR 220 mit 220 PS etwas leistungsfähiger, hatten eine mechanische Kraftübertragung und wichen mit einer geringeren Länge und einem größeren Führerhaus auch optisch ab.
Von der 220 B wurden 38 Lokomotiven gebaut, von der 220 C sechs Stück.
Die Deutsche Bundesbahn übernahm 14 dieser Lokomotiven als Baureihe V 22, wobei V 22 001 bis 009 zweiachsig waren und V 22 015 bis 019 dreiachsig. Die letzten drei wurden nur buchmäßig umgezeichnet und waren bei der DB nie im Einsatz. Einige Lokomotiven kamen zu Werksbahnen.
Die neun zweiachsigen Lokomotiven wurden zwischen 1951 und 1953 durch den Einbau einer hydraulischen Kraftübertragung und neuer Motoren mit 200 PS an die Baureihe V 20 angeglichen und in V 20 051 bis 059 umgezeichnet. Die Dreiachser wurden nicht umgebaut und bis 1951 ausgemustert.
Die als V 20 060 eingenummerte Lokomotive war eine 1954 wiederaufgebaute DWK D200.[1][2]
1968 wurden die Lokomotiven in 270 051–060 umgezeichnet. Die umgebauten Lokomotiven waren bis Ende der 1970er Jahre im Einsatz. Bei den Vereinen Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde und der Historischen Eisenbahn Mannheim ist je eine Lok erhalten.
Nicht zu der von DWK gebauten Serie gehörte die von Deutz gebaute Lokomotive V 22 100.
Erhaltene Lokomotiven
V20 051
Die Lokomotive wurde 1943 bei DWK unter der Fabriknummer 731 gebaut und wurde an das Reichsluftfahrtministerium ausgeliefert. Dort wurde sie als WL 218 geführt. Die erstmalige Meldung bei einer Lokzählung erfolgte am 23. März 1947, worauf hin die DRB die Lok als V22 007 in ihren Bestand übernahm. Zum 7. September 1949 ging die Lok an die Deutsche Bundesbahn über, 1951 erfolgte ein Umbau, die Lokomotiven an die Loks des Typen WR 200 B14 anzugleichen. 1952 erfolgte die Auszeichnung in V20 051, im Jahre 1968 erfolgte die Aufzeichnung nach dem EDV-Nummernschema in 270 051-6. 10 Jahre später, im Jahr 1978, wurde die Lok mit schadhaftem Wendegetriebe z-gestellt und kurz danach ausgemustert. Bis 1982 war sie im Bahnbetriebswerk Hamm (Westfalen) abgestellt und danach bis 1990 im Ausbesserungswerk Bremen abgestellt, denn sie war als Museumslok vorgesehen. Am 2. Oktober 1990 wurde die Lokomotive an den Verein EF Kraichgau e.V. verkauft. Im November 2009 wechselte die Lokomotive an den Verein Historische Eisenbahn Mannheim e.V., wo die Lokomotive bis 2022 betriebsfähig aufgearbeitet wurde.
V20 058
Die Lokomotive wurde 1943 bei DWK unter der Fabriknummer 733 gebaut und an das Reichsluftfahrtministerium ausgeliefert. Dort wurde sie als WL 255 geführt. Einige Zeit später ging sie an die DRB über, wo sie als V22 009 geführt wurde, bevor sie 1949 zur Deutschen Bundesbahn gelangte. 1953 erfolgte ein Umbau, um die Lokomotiven an die Loks des Typen WR 200 B14 anzugleichen. Kurz danach wurde die Lokomotive in V20 058 umgezeichnet. 1963 wurde die Lokomotive ausgemustert und kurze Zeit später an die Hafenbetriebsgesellschaft Hildesheim mbH verkauft, wo sie die Nummer 5 erhielt. Im Jahr 1981 ging die Lok zum Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde e.V. und erhielt im Juli 2009 die NVR-Nummer 98 80 0270 058-7 D-VBV. Aktuell ist die Lokomotive nicht betriebsfähig.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ DWK 582, www.rangierdiesel.de, abgerufen am 18. September 2022.
- ↑ DWK - D 200, abgerufen am 18. September 2022.