Webers Hof (Farsleben)
Webers Hof ist ein denkmalgeschützter Bauernhof im zur Stadt Wolmirstedt gehörenden Dorf Farsleben in Sachsen-Anhalt. Im Hof wird ein Kultur- und Veranstaltungszentrum betrieben.
Lage
Der Hof befindet sich im Ortszentrum von Farsleben, auf der Ostseite eines Platzes an der Einmündung der Straße Im Winkel auf die Hauptstraße, an der Adresse Hauptstraße 36. Nordwestlich liegt die Dorfkirche Farsleben.
Architektur und Geschichte
Der große Vierseitenhof entstand in seiner heutigen Form im Jahr 1873 durch die Erweiterung einer bereits zuvor bestehenden Anlage. Bauherr war Friedrich Weber, der einen großen Gasthof mit Ausspanne schuf. Markant ist das an der Westseite des Grundstücks errichtete zweigeschossige Wohn- und Gasthaus. Der verputzte Bau ist mit einem flachen Satteldach bedeckt. Im Obergeschoss des Hauses befindet sich ein Saal mit Rundbogenfenstern, über denen leichte Archivolte angeordnet sind. Die siebenachsige, spätklassizistische Fassade ist schlicht gegliedert. Östlich des Gasthauses schließt sich die Hofeinfahrt an. Vermutlich wurde sie ursprünglich von einem Bogen überspannt. Erhalten ist eine als Segmentbogen gestaltete Pforte.
Im Haus befindet sich ein Gewölbekeller.
Darüber hinaus entstanden auch landwirtschaftliche Wirtschaftsbauten. An die Rückseite des Hauses schließen sich große Scheunen und Ställe an. Die in den 1870er Jahren errichteten Gebäude wurden als Ziegelbauten gebaut. Erhalten sich auch ältere Wirtschaftsbauten aus dem 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert. Sie wurden aus Bruchsteinen errichtet und sind mit Satteldächern bedeckt.
Im Jahr 2000 wurde der Kulturverein Weber’s Hof gegründet, der den Hof 2001 erwarb und das Kultur- und Veranstaltungszentrum im Anwesen betreibt. Im Zentrum werden verschiedene Räumlichkeiten angeboten, so die Kulturscheune, das Kaminzimmer, der Weinkeller und der Saal.
Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist die Ausspanne unter der Erfassungsnummer 094 71206 als Baudenkmal eingetragen.[1]
Das Gasthaus gilt als prägend für das Ortsbild und als Beispiel einer großen, gründerzeitlichen Hofanlage.[2]
Literatur
- Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 10: Holger Brülls, Dorothee Könemann: Ohrekreis. Teilband 2: Altkreis Wolmirstedt. fliegenkopf verlag Halle (Saale) 2001, ISBN 3-910147-71-2, Seite 54.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 556
- ↑ Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 10: Holger Brülls, Dorothee Könemann: Ohrekreis. Teilband 2: Altkreis Wolmirstedt. fliegenkopf verlag Halle (Saale) 2001, ISBN 3-910147-71-2, Seite 54
Koordinaten: 52° 16′ 30,6″ N, 11° 39′ 25,2″ O