Watkins-Gebirge

Watkins-Gebirge

Hauptgipfel des Watkins-Gebirges

Höchster Gipfel Gunnbjørn Fjeld (3694 m)
Lage Distrikt Ittoqqortoormiit, Kommuneqarfik Sermersooq, Grönland
Koordinaten 68° 45′ N, 29° 38′ W

f

p1
p5

Das Watkins-Gebirge (dänisch Watkins Bjerge) ist das höchste Gebirge in Grönland. Es liegt im Distrikt Ittoqqortoormiit in der Kommuneqarfik Sermersooq.

Geografie

Das Watkins-Gebirge liegt in der Region Kong Christian IX Land und umfasst die zehn höchsten Gipfel der Arktis, darunter den mit 3694 m höchsten Gipfel Gunnbjørn Fjeld. Die etwas niedrigeren Gipfel Qaqqaq Kershaw (Dome) und Qaqqaq Johnson (Cone) sind mit 3682 m bzw. 3669 m die zweit- und dritthöchsten Gipfel Grönlands.[1][2] Sie liegen, ebenso wie der Gunnbjørn Fjeld, in der höheren Westgruppe des Gebirges. Der Qaqqaq Paul Emile Victor (3613 m oder 3595 m) ist der höchste Berg der Ostgruppe. Der Christian IV Gletsjer grenzt das Watkins-Gebirge im Westen vom Gebirgsmassiv der Lindbergh Fjelde (3181 m) ab. Der Hauptgruppe des Watkins-Gebirges östlich vorgelagert sind die Massive Ejnar Mikkelsen Fjeld (3263 m) und Borgtinderne (3296 m). Nördlich vorgelagert liegen die Rasmussens Bjerge (3075 m).

Das Watkins-Gebirge besteht aus Flutbasalten, die infolge des Island-Plumes bei der Öffnung des Atlantischen Ozeans und der Entstehung des Mittelatlantischen Rückens während des Paläogens (vormals Alttertiär) abgelagert wurden.[3] Es gehört daher zu den jüngsten Gebirgen des ansonsten viel älteren Grönländischen Schildes.

Geschichte

Der britische Polarforscher Gino Watkins bereiste und fotografierte die Gegend im Jahr 1930 während seiner British Arctic Air Route Expedition und nannte sie New Mountains. Während der Siebten Thule-Expedition unter Knud Rasmussen wurde das Gebirge 1933 erneut fotografiert. Hierbei wurde der Name Knud Rasmussens Fjelde vorgeschlagen. Zum gleichen Zeitpunkt nannte Lauge Koch die Gegend Watkins Land nach dem im Vorjahr umgekommenen „Erstentdecker“. 1935 wurde der Name Watkins Bjerge von der Kommission für Wissenschaftliche Untersuchungen in Grönland festgelegt.[4]

Einzelnachweise

  1. Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.
  2. Rasmus Ole Rasmussen: Watkins Bjerge. Den Store Danske.
  3. Niels Henriksen: Grønland – geologi. In: Den Store Danske, 22. August 2016, abgerufen am 16. November 2023.
  4. Jan Løve: Østgrønlandske Stednavne (Version vom 12. Mai 2020). Arktisk Institut. Dokument 43, S. 10.