Wasserturm Visselhövede
Der Wasserturm Visselhövede in der niedersächsischen Kleinstadt Visselhövede wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird er für Ausstellungen und standesamtliche Trauungen genutzt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Visselhövede).
Geschichte und Beschreibung
Visselhövede wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zum heutigen Landkreis Rotenburg (Wümme).
Das Norddeutsche Honig- und Wachswerk Visselhövede wurde 1889 durch Heinrich Winkelmann gegründet. Ab 1948 erlebte der Betrieb eine Neuausrichtung mit dem Import von Honig für eine Bonbonproduktion. Ab 1968 führte es den Namen Sonnentau Gebr. Winkelmann KG. In den frühen 1970er Jahren wurde eine zentrale Wasserversorgung für Visselhövede aufgebaut; der Wasserturm blieb erhalten. Wechsel der Eigentümer und Insolvenzen folgten, bis 1999 die Produktion der Honig- und Bonbonfabrik eingestellt wurde. Nach Leerstand, Umbauten und Sanierung wurde 2006 das Tagungshotel Sonnentau eröffnet. 2021 erwarb die Familie Hoyer das Areal und eröffnete den Hof Sonnentau als Seminarhotel.
Der viergeschossige, runde Wasserturm in Backstein wurde von 1896 bis 1899 gebaut. Eine kupfergedeckte Laterne mit einem achteckigen Zeltdach schließt den Turm oben ab. Ein kräftiges Gesims in Backsteinen vermittelt den Übergang zur Turmspitze. Der Wasserturm diente der Wasserversorgung der Fabrik und der Stadt.[1] Der Wasserturm wird genutzt für Kunstausstellungen (ab 2006) und als Standesamt für Hochzeiten (ab 2008). Er kann seit 2009 beleuchtet werden.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… markantes Bauwerk […] orts-, wirtschafts- und technikgeschichtlicher, gebäudetypischer und ortsbildprägender Zeugniswert ….“
Einzelnachweise
Koordinaten: 52° 58′ 56,9″ N, 9° 34′ 23,7″ O