Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat
| Film | |
| Titel | Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 11 Minuten |
Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat ist ein deutscher Kurz-Dokumentarfilm aus dem Jahr 2025. Als die USA das Finale der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 1999 durch ein Tor der Spielerin Brandi Chastain gewinnen, reißt diese sich das Trikot vom Leib und jubelt, am Oberkörper nur einen schwarzen Sport-Büstenhalter. Das Bild wird Kult und befeuert sowohl die Kontroverse als auch die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball.
Handlung
Das WM-Finale 1999 vor 90.000 Zuschauern, mit Millionen Zuschauern am Fernseher ist das bis dahin meistgesehene Spiel in der Geschichte des Frauenfußballs. Bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 1999 gewannen die USA gegen China im Finale und wurden Weltmeister. Entscheidend war ein Tor im Elfmeterschießen durch die Stürmerin Brandi Chastain. Nach ihrem Treffer zog sie sich im Jubel ihr Trikot aus und kniete am Oberkörper nur ihren schwarzen Sport-BH tragend, auf dem Rasen nieder.
Während die Geste im Männerfußball normalisiert ist, wird sie bei Frauen als Problem wahrgenommen. Das Bild wurde zum Skandal und erregte die Gemüter. Medien kommentierten Chastains Tat als „unangemessen“, „geschmacklos“ und „unverschämt“, ebenso war von Sexualisierung des Frauenfußballs die Rede; andere unterstellten, es werde absichtlich mit dem BH geworben. 2004 erließ die FIFA die Regel, dass für ausgezogene Trikots (bei Männern wie Frauen) eine Verwarnung (Gelbe Karte) ausgesprochen wird.
Gleichzeitig wurde das Bild von Chastain ikonisch und zum Titelbild auf Zeitungen wie Newsweek und Sports Illustrated. Für den US-amerikanischen Frauenfußball war es ein mächtiger Schub, die erste professionelle Liga wurde gegründet. Für Mädchen und junge Frauen wurde Chastain zum Idol. Der Sport bekam durch das Bild eine Plattform. So viele Mädchen und junge Frauen wie nie zuvor begannen Fußball zu spielen. Brandi Chastain schrieb ein Buch mit dem Titel It’s not about the Bra (Es geht nicht um den BH).
Der schwarze Sport-BH wurde zum Pop-Kultur-Objekt. Die Textilindustrie begriff die zunehmende Bedeutung von Sport-BHs, die Verkäufe nahmen deutlich zu. Zudem zeigten Studien, wie wichtig ein guter Sitz des BHs für die Leistung von Sportlerinnen ist. 2022 gab es bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen im englischen Team mit Joanna Wakefield-Scurr eine eigene Brust-Biomechanik-Expertin im Trainerstab. Jede Spielerin bekam eine individuelle BH-Betreuung. 87 % der Spielerinnen berichteten von weniger Schmerzen in ihren Brüsten und 17 % von einer besseren Leistung. Als England im Finale gegen Deutschland dank eines Tores von Chloe Kelly das Spiel für sich entschied, riss die Spielerin sich ebenfalls das Trikot vom Körper. Im Internet explodierten die Suchen nach dem exakt gleichen Sport-BH von Nike und dessen Verkaufszahlen.
Zum Ende der Dokumentation wird das Fazit gezogen, dass Chastains Geste die Entwicklung des Frauenfußballs wohl um Jahre beschleunigte.
Veröffentlichung
Der Film erschien am 17. Juli 2025 im ZDF.[1]
Siehe auch
Weblinks
- Bigger Picture: Staffel 2, Folge 5, 17. Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat, fernsehserien.de
- sportstudio: Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat | Bigger Picture | sportstudio auf YouTube, 17. Juli 2025, abgerufen am 12. Januar 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Bigger Picture: Warum dieser BH Frauenfußball verändert hat. In: ZDF-Mediathek. zdf.de, 17. Juli 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.