Wartenberg (Pfälzerwald)
| Wartenberg | ||
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| Wartenberg (Bildmitte) vom Weißenberg aus betrachtet | ||
| Höhe | 509 m ü. NHN | |
| Lage | Merzalben | |
| Gebirge | Pfälzerwald, Gräfensteiner Land | |
| Dominanz | 1 km → Schmaler Hals (517 m)[1] | |
| Koordinaten | 49° 14′ 32″ N, 7° 47′ 11″ O | |
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| Typ | Höhenrücken | |
| Gestein | Buntsandstein | |
| Ritterstein 55 | ||
Der Wartenberg ist ein 509 m ü. NHN hoher Berg im Gräfensteiner Land, einem Teilbereich des Pfälzerwaldes.
Geographie
Lage
Der Wartenberg befindet sich auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Merzalben östlich von deren Siedlungsgebiet. Im Norden wird er vom Wartenbach und im Süden von dessen linken Nebenfluss Scheidbach begrenzt. Im Osten erstrecken sich der Schmale Hals und der Weißenberg, im Nordwesten der Winschertberg, im Westen der Schloßberg und im Süden das Hanseneck (467 m) und die Große Boll (533 m).
Naturräumliche Zuordnung
- Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
- Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
- Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
- Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
- Region 5. Ordnung: Gräfensteiner Land
Geologie
Der Wartenberg ist ein langgezogener Höhenrücken. Geologisch ist er der sogenannten Oberen Felszone zuzuordnen und enthält zusätzlich Blockfelder der Karlstalschichten.
Natur
Der Berg ist Teil der Kernzone Quellgebiet der Wieslauter des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord und bildet ein 1992 ausgewiesenes, acht Hektar großes Naturwaldreservat. Sein Gipfelplateau Wartenberger Kopf ist als Naturdenkmal ausgewiesen.[2][3] In diesem Bereich befindet sich der Wartenbergfelsen, alternativ Wartenbergturm genannt.[4] Dieser wird teilweise von Kletterern genutzt, was durch die Lage innerhalb der Kernzone jedoch behördlich begrenzt ist.[5]
Kultur und Geschichte
Im Sattel zwischen Wartenberg und Schmalem Hals befindet sich der Ritterstein 55 mit der Aufschrift Spalt. Er verweist auf eine Schlucht, die wegen ihrer steilen Hänge von beiden Seiten volkstümlich als „Spalt“ bezeichnet wird.[6]
Auf dem Wartenberg stand eine Wallburg aus der Hallstattzeit.[7] Ab 2020 gab es diesbezüglich durch Grabungen neue Erkenntnisse.[8][9]
Tourismus
Entlang der Nord- und Westflanke des Wartenbergs verläuft der Radweg Pfälzerwald-Tour.[10] Über seine Nordflanke führt zudem ein Wanderweg, der mit einem blau-weißen Balken markiert ist und der von Ramsen bis nach Schönau verläuft.[11]
Einzelnachweise
- ↑ Wartenberg 509 m. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz: Die Naturdenkmale in Rheinland-Pfalz; abgerufen am 23. Mai 2024
- ↑ Verordnung über das Flächennaturdenkmal „Wartenbergerkopf“ in der Gemarkung Merzalben, Landkreis Pirmasens, vom 10. Februar 1972
- ↑ Wartenbergfelsen. In: felsenheimat-pfalz.de/. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Wartenbergturm. In: tourendatenbank.xoxs.de. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 53.
- ↑ Wallburg Wartenberg. In: alleburgen.de. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Überraschender Fund in einer 2600 Jahre alten Keltenbefestigung. In: rheinpfalz.de. 20. September 2023, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Archäologie: Unbekannte Keltensiedlung im Pfälzerwald. In: rheinpfalz.de. 21. Oktober 2023, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Pfälzerwald-Tour. In: pfalz.de. 20. September 2023, abgerufen am 21. November 2025.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 21. November 2025, abgerufen am 21. November 2025.