Waltersdorf an der March

Waltersdorf an der March (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Waltersdorf an der March
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gänserndorf (GF), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gänserndorf
Pol. Gemeinde Drösing
Koordinaten 48° 31′ 35″ N, 16° 53′ 17″ Of1
Höhe 164 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 240 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,44 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03492
Katastralgemeindenummer 06127

Die Hauptstraße in Waltersdorf an der March
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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240

Waltersdorf an der March ist Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Drösing im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 240 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Der Ort liegt im Südwesten der Marktgemeinde Drösing, südlich des Ortes liegt Sierndorf an der March. Das Straßendorf in Nordsüdausrichtung steht in einer nach Osten abfallenden Geländekante. Durchgehend geschlossene meist eingeschoßige traufständige Verbauung. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 164 Adressen.[2]

Geschichte

Mitte Juni 1704 stießen Kuruzen ins Weinviertel vor und verwüsteten den Ort.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 53 Häusern genannt, das nach Drösing eingepfarrt war und die Kinder vor Ort eingeschult wurden. Die Herrschaft Rabensburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Waltersdorf ein Bäcker, ein Binder, ein Fleischer, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schuster, ein Tischler, ein Wagner, ein Zuckerwarenhändler und zahlreiche Landwirte ansässig.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Filialkirche hl. Michael
  • Kriegerdenkmal unterhalb der Kirche
  • Friedhof Waltersdorf an der March am Südrand des Ortes
  • Kellergasse oberhalb des Ortes

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 155 (WaltersdorfInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 44, Sektion Drösing, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 4,9 MB]).
  • Waltersdorf an der March, Gemeinde Drösing, Filialkirche hl. Michael, Schule unterhalb der Kirche, Bildstock im Osten des Dorfes. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. S. 1237–1238.
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 92.
Commons: Waltersdorf an der March – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 362 (Waltersdorf in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 492