Walter Nehmer (Grafiker)

Friedrich Walter Nehmer (* 25. Juni 1898 in Berlin; † 11. Januar 1963 ebenda)[1] war ein deutscher Gebrauchsgrafiker und Fachschullehrer.

Leben und Werk

Nehmer besuchte von 1915 bis 1920 in Berlin bei Lucian Bernhard die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Danach arbeitete er in Berlin als freischaffender Gebrauchsgrafiker, wobei er sich frühzeitig auf Industriewerbung spezialisierte. Er entwarf lt. eigner Werbung insbesondere Schutzmarken, Inserate, Plakate, Prospekte, Verpackungen und Etiketten.[2] Zu seinen wichtigsten Auftraggebern gehörten die Gebrüder Sulzer A. G., die PREMAG AG Berlin, die C. Lorenz AG, Osram und von 1924 bis in die frühen 1950er Jahre Siemens & Halske.[3]

Er war Mitglied des Bunds Deutscher Gebrauchsgrafiker und in der Zeit des Nationalsozialismus obligatorisch der Reichskammer der bildenden Künste.[4] Das Adressbuch nennt ihn u. a. 1933 im Tempelhofer Hohenzollernkorso (heute Manfred von Richthofen-Straße) 45b, und 1943 in der 149.

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Nehmer zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Krieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Von 1946 bis 1957 arbeitete er als Lehrer an der Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe, der späteren Fachschule für Werbung und Gestaltung Oberschöneweide. Er wohnte weiter in Tempelhof, wo er 1963 im Alter von 64 Jahren verstarb. Er war seit 1923 mit Minna Anna Elisabeth Nehmer, geb. Jakobs, verheiratet.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Sterbeurkunde Nr. 134 vom 15. Januar 1963, Standesamt Tempelhof. In: ancestry.de (kostenpflichtig). Abgerufen am 4. Oktober 2025.
  2. SLUB Dresden: Werkansicht. Abgerufen am 3. Oktober 2025 (deutsch).
  3. Frank Dittmann et al.: „Hier wirkt Elektritzität“. Werbung für Strom 1890 bis 2010. Klartext Verlag, Essen, 2010, S. 95, 101
  4. Detailseite - Archivportal-D. Abgerufen am 3. Oktober 2025.