Walter Geikie

Walter Geikie (* 10. November 1795 in Edinburgh; † 1. August 1837 ebenda) war ein schottischer Maler.

Leben

Im Alter von zwei Jahren erkrankte Geikie an Nervenfieber, dass ihn taub machte. Dank der Betreuung seines Vaters erhielt er eine gute Ausbildung. Bevor er Unterrichtsstunden bei einem Meister nahm, hatte er bereits beachtliche Fertigkeiten im Skizzieren von Figuren und Landschaften nach der Natur erworben und wurde 1812 in die Zeichenakademie des schottischen Industrieverbandes aufgenommen. Er stellte 1815 erstmals aus und wurde 1831 zum associate sowie 1834 zum Mitglied der Royal Scottish Academy.[1]

In den 1830er Jahren lebte Walter mit seinem Vater, Archibald Geikie, einem Friseur und Perfumeur, in der 2 Drummond Street im Süden der Stadt.[2]

Wegen seines mangelnden Farbgefühls war Geikie kein erfolgreicher Ölmaler, er skizzierte jedoch in Tusche Szenen und Figuren des Lebens der schottischen Unterschicht in seiner Heimatstadt. Eine Reihe von Radierungen höchster Qualität veröffentlichte er zwischen 1829 und 1831 und eine Sammlung von 81 dieser Radierungen wurde 1841 posthum mit einer biographischen Einleitung von Sir Thomas Dick Lauder neu aufgelegt.[1] Duncan Macmillan beschrieb ihn als einen Maler, der „Bilder schuf, die in ihrer Behauptung der Unveräußerlichkeit der Menschenwürde absolut radikal sind“.[3]

Als er starb, wurde er in einem anonymen Grab auf dem Greyfriars Kirkyard in Edinburgh begraben. 1996 wurde jedoch an der westlichen Grenzmauer ein Denkmal zu seinem Gedenken errichtet.

Commons: Walter Geikie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Campbell, Donald (2017), Heard in the Cougait: Poems by Donald Campbell from the engravings of Walter Geikie, Grace Note Publications, ISBN 9781907676925
  • Extended biography

Einzelnachweise

  1. a b Geikie, Walter. Band 11, S. 553 (englisch).
  2. Edinburgh Post Office annual directory, 1832-1833. In: National Library of Scotland. Abgerufen am 20. Januar 2018 (englisch).
  3. Macmillan, Duncan (1980), Scotland and the Art of Nationalism, in Cencrastus No. 4, Winter 1980-81, pp. 33–35, ISSN 0264-0856