Walter Burmeister (Lehrer)

Walter Burmeister (* 14. November 1894 in Ulrichshusen; † 23. Februar 1980 in Meldorf) war deutscher Gymnasiallehrer und Rassentheoretiker.

Leben

Burmeister, Sohn eines Gutsinspektors, besuchte das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz und absolvierte nach Schulende ab 1914 eine Ausbildung zum Lehrer in Neukloster. Die Lehrerausbildung wurde durch seinen Kriegsdienst während des Ersten Weltkrieges unterbrochen, in dem er mehrmals verwundet wurde. Erst nach Kriegsende konnte er seine Lehrerausbildung abschließen. Anschließend war er als Pädagoge in Lohsten, Lehsten, Perniek und ab 1928 in Wismar tätig. Burmeister wurde Studiendirektor an der Oberrealschule in Wismar und ab 1939 Schulrat in Neustrelitz.[1]

NS-Karriere

Zusammen mit Heinrich Eddelbüttel veröffentlichte er 1933 ein von nationalsozialistischen Rasse- und Eugenikgedanken geprägtes Biologielehrbuch. Zum 1. Mai gleichen Jahres trat er der NSDAP (Mitgliedsnummer 3.520.629)[2] und dem NSLB Mecklenburg-Lübeck bei, dessen Gauzeitung er 1934 als Hauptschriftleiter diente. In dieser veröffentlichte er 1935 auch einen Aufsatz mit dem Titel Deutschland und die Judenfrage.[1]

In der Sturmabteilung erreichte er den Rang eines Oberscharführer.

Nach Kriegsende war Burmeister als Lehrer in Süderdithmarschen tätig und von 1957 bis zu seiner Pensionierung 1960 Rektor der Meldorfer Knabenschule.

Schriften

  • Unser Heimatland Mecklenburg, Beltz 1932
  • Biologielehrbuch mit Heinrich Eddelbüttel: Der junge Naturfreund. Parey, Berlin 1933.
  • Erbbiologie: 2. neubearbeitete Auflage mit Heft Sippentafel. Berlin 1934
  • Deutschland und die Judenfrage. In: Mecklenburgische Schulzeitung 66/1935, S. 469.
  • Walter Burmeister: Nutzbringende Kaninchenzucht. Hachmeister & Thal, 1937 (google.de [abgerufen am 12. Januar 2021]).

Literatur

  • Stephan Sehlke: Pädagogen – Pastoren – Patrioten, Biographisches Handbuch zum Druckgut für Kinder und Jugendliche von Autoren und Illustratoren aus Mecklenburg-Vorpommern bis 1945. Books on Demand, Norderstedt, 2009, ISBN 978-3-8370-9497-8, S. 64 f.

Einzelnachweise

  1. a b Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt: Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs: Bio-bibliographisches Handbuch. Oldenbourg Verlag, 2009, ISBN 978-3-05-004841-3 (google.de [abgerufen am 12. Januar 2021]).
  2. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5250266