Waldemar Andzel
Waldemar Franciszek Andzel (* 17. September 1971 in Czeladź) ist ein polnischer Politiker (ChDSP, PC, PPChD, AWS, PiS). Er ist seit 2005 Abgeordneter des Sejm in der V., VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode.
Leben und Beruf
1996 schloss Andzel sein Studium an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Schlesischen Universität in Katowice mit der Spezialisierung im Bereich Gesellschaftspolitik ab. 1999 absolvierte er ein Aufbaustudium an derselben Universität im Fach Organisation der Sozialhilfe. Er arbeitete in einem gemeindlichen Zentrum für Sozialhilfe.
Politik
1989 trat Andzel in die Chrześcijańsko-Demokratyczne Stronnictwo Pracy (ChDSP) ein und 1990 wurde er Mitglied der Partei Porozumienie Centrum (PC). Er saß im Vorstand der Partei für den Woiwodschaftsverband. Danach trat er in die Porozumienie Polskich Chrześcijańskich Demokratów (PPChD) ein, und schließlich in die Prawo i Sprawiedliwość (PiS). Er wurde Kreisbevollmächtigter der PiS in Będzin und danach Vorsitzender des Regionalrats der PiS in Sosnowiec und Mitglied des Regionalleitung von Katowice. In den Jahren 1998 bis 2002 war er Kreisrat des Powiat Będziński. Er wurde auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność, an dem sich die PPChD beteiligt hatte, gewählt.
Bei der Parlamentswahl 2001 kandidierte er noch erfolglos für die PiS zum Sejm.[1] Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde er für den Wahlkreis Sosnowiec über die Liste der PiS mit 4.257 Stimmen in den Sejm gewählt.[2] Er wurde bei den Parlamentswahlen 2007 mit 10.121 Stimmen wieder gewählt.[3] Er war stellvertretender Vorsitzender der Tibet-Parlamentariergruppe sowie Mitglied der Sejmkommissionen für Verteidigung und Gesellschaftspolitik. Auch bei den Wahlen 2011[4] und 2015[5] erreichte er ein Abgeordnetenmandat für die PiS. Bei der Europawahl 2019 kandidierte er hingegen erfolglos auf der PiS-Liste.[6] Im Juli 2019 wurde er als Nachfolger von Marek Opioła Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Sejm.[7] Bei der Parlamentswahl 2019 wurde er erneut in den Sejm gewählt.[8] Anschließend wurde er als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses bestätigt und zudem stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses und des Unterausschusses für die Zusammenarbeit mit dem Ausland und der NATO. Zudem wurde er zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der PiS gewählt. Im März 2021 wurde er in das politische Beratergremium von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki berufen.[9] Auch bei der Parlamentswahl 2023 gelang ihm die Wiederwahl.[10]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ „Andzel zastąpił Opiołę na czele sejmowej komisji ds. służb specjalnych“ auf wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ „Premier powołał Radę Doradców Politycznych“ auf www.gov.pl, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Oktober 2025.