Waidendorf
| Waidendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Waidendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gänserndorf (GF), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Gänserndorf | |
| Pol. Gemeinde | Dürnkrut | |
| Koordinaten | 48° 27′ 57″ N, 16° 49′ 8″ O | |
| Höhe | 157 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 505 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 10,68 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03494 | |
| Katastralgemeindenummer | 06129 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Waidendorf (früher manchmal auch Weidendorf) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Dürnkrut im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich mit 505 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Das vom Sulzbach zweigeteilte Dorf liegt südwestlich von Dürnkrut am Rand der Marchniederung. Durch den Ort führt die Landesstraße L11. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 330 Adressen.[2]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 112 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Dürnkrut besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Dürnkrut, Velm, Klosterneuburg und Niederleis sowie dem Domkapitel in Wien.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Waidendorf ein Bäcker, ein Binder, ein Dachdecker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, sechs Gemischtwarenhändler, ein Glaser, eine Hebamme, ein Maurermeister, ein Sattler, ein Schmied, zwei Schneider und eine Schneiderin, drei Schuster, zwei Tischler, zwei Weinhändler, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig. Außerhalb des Ortes gab es eine Ziegelei.[4]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Waidendorf hl. Ulrich
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 174 (Waidendorf – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 43, Sektion Zistersdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,4 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 92.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 354 (Waidendorf in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 488