Waasen (Gemeinde Grafenwörth)
| Waasen (Rotte) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Tulln (TU), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Tulln | |
| Pol. Gemeinde | Grafenwörth | |
| Ortschaft | Grafenwörth | |
| Koordinaten | 48° 24′ 25″ N, 15° 47′ 18″ O | |
| Höhe | 190 m ü. A. | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Waasen (früher auch Wasen) ist eine Rotte in der Marktgemeinde Grafenwörth im Bezirk Tulln in Niederösterreich.
Geografie
Die Rotte liegt östlich von Grafenwörth und ist heute mit Grafenwörth verwachsen. Sie ist über die Landesstraße L45 erreichbar.
Teilweise werden auch die Gebiete südlich von Grafenwörth so bezeichnet.
Geschichte
Die Bewohner waren zumeist Viertellehner, die Ackerbau betrieben und etwas Viehzucht hatten. Ihre Gründe, auf denen sie Korn und Hafer sähten, waren gut, berichtete Schweickhardt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit vier Häusern genannt, das nach Grafenwörth eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Grafenegg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[1] In Folge der Theresianischen Reformen war der Ort dem Kreis Unter-Manhartsberg unterstellt und nach dem Umbruch 1848 war er bis 1867 dem Amtsbezirk Kirchberg am Wagram zugeteilt.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Waasen zwei Landwirte mit Direktvertrieb ansässig.[2]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 171 (Wasen – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 49, Sektion Herzogenburg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,4 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 326.
Einzelnachweise
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 366 (Wasen in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 487